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Studentenwerk in Dresden erhöht Preise für Wohnen und Mensa

Studium Studentenwerk in Dresden erhöht Preise für Wohnen und Mensa

Das Studentenleben in Dresden wird teurer. Zum 1. Januar hebt das Studentenwerk Mieten und Mensapreise an. Darüber hinaus werde der Studentenwerksbeitrag als Teil des Semesterbeitrags ab Sommersemester 2018 um 5,40 Euro steigen – auf dann 82,90 Euro.

Das Studentenwerk Dresden betreut nach eigenen Angaben 47 000 Studierende von sieben Hochschulen und einer Staatlichen Studienakademie in Dresden, Zittau und Görlitz.

Quelle: dpa

Dresden.  Preissteigerungen für Studierende: Das Studentenwerk Dresden erhöht zum Jahresanfang 2018 verschiedene Preise. So würden sich ab 1. Januar 2018 die Mieten in den Studentenwohnheimen wegen der steigenden Instandhaltungskosten um durchschnittlich 6,50 Euro erhöhen. Auch die Hochschulgastronomie müsse zu Beginn des kommenden Jahres die Preise anheben. In den Mensen stiegen die Essenspreise um durchschnittlich 1,5 Prozent und zusätzlich der Aufschlag für Bedienstete um fünf Cent. Die Cafeteria-Preise erhöhten sich um 4 Prozent. Das teilte das Studentenwerk am Donnerstag mit. Die Preisrunde sei auf einer Verwaltungsratssitzung des Studentenwerks Dresden Ende Oktober beschlossen worden.

Semesterbeitrag steigt

Darüber hinaus werde der Studentenwerksbeitrag als Teil des Semesterbeitrags ab Sommersemester 2018 um 5,40 Euro steigen – auf dann 82,90 Euro. Der größte Teil dieser Erhöhung entfalle auf die Hochschulgastronomie, der kleinere auf die Psychosoziale Beratungsstelle und die Sozialberatung.

Gründe für die notwendigen Preis- und Beitragserhöhungen, insbesondere im Bereich der Hochschulgastronomie, seien die verminderten Einnahmen bei den Semesterbeiträgen durch gesunkene Studentenzahlen und gestiegene Bewirtschaftungskosten unter anderem beim Personal und Wareneinsatz. Preistreiber seien aber vor allem auch erhöhte Infrastrukturvorhaltungskosten, hieß es. Das Studentenwerk trage neben den eigentlichen Herstellungskosten für das Essen auch die Kosten für die Vorhaltung, Erhaltung und Instandsetzung der Verpflegungsinfrastruktur.

Rückgang bei Studentenzahlen

Diese Kosten, die den Studentenwerken zusätzlich zu den Kosten für ihre gesetzlichen Aufgaben entstehen, sollten vom Freistaat Sachsen refinanziert werden. Zwar habe es hier 2015 eine deutliche Anhebung der Landeszuschüsse gegeben, jedoch reichten diese inzwischen nicht mehr aus. Die im Verwaltungsrat des Studentenwerks Dresden paritätisch vertretenen studentischen Mitglieder sehen diese Entwicklung besonders kritisch. Matthias Lüth, Student der TU Dresden und gleichzeitig Vorsitzender des Verwaltungsrates des Studentenwerks Dresden, erklärte in der Mitteilung dazu: „Es ist ein unhaltbarer Zustand, dass erneut die Studierenden zur Kasse gebeten werden, um die fehlenden infrastrukturerhaltenden Maßnahmen des Landes auszugleichen.“ Es sei Aufgabe des Landes, die eigenen Liegenschaften nicht nur zu errichten, sondern auch deren Erhaltung zu finanzieren. Am Donnerstag Abend war dazu keine Stellungnahme des Ministeriums mehr möglich.

47000 Studenten betroffen

Das Studentenwerk Dresden betreut nach eigenen Angaben 47 000 Studierende von sieben Hochschulen und einer Staatlichen Studienakademie in Dresden, Zittau und Görlitz. Das Leistungsspektrum umfasst die Studienfinanzierung, Verpflegung in Mensen und Cafeterien, Wohnheim-Bewirtschaftung, Kulturförderung und internationale Austausche. Darüber hinaus gibt es eine Sozial- und Rechtsberatung, Psychosoziale Beratungsstelle, zwei Kindertageseinrichtungen, eine Kinder-Kurzzeitbetreuung und Beratung für Studierende mit Kind.

Von Ingolf Pleil

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