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Lokales Studenten stellen Entwürfe für Fahrradparkhaus am Hauptbahnhof vor
Dresden Lokales Studenten stellen Entwürfe für Fahrradparkhaus am Hauptbahnhof vor
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10:37 06.09.2017
Die Studenten haben teilweise ausgefallene Vorstellungen für das Fahrradparkhaus. Quelle: Repro Flechtner

Sechs Wochen lang haben die Architekturstudenten der HTW Dresden an Bauplänen für ein Fahrradparkhaus am Dresdner Hauptbahnhof gearbeitet, nun stellten der Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain, die Radverkehrsverantwortliche der Stadt, Nora Ludwig, und die fachlichen Betreuer der Bachelorthesen diese Ideen im World Trade Center vor.

Zur Wahl des Themas erklärte Studentin Mileidys Ramirez Romero, dass „man sich selber damit identifizieren kann“, da sich die Studenten ein solches Parkhaus auch wünschen würden, welches „bequem und sicher“ sei. Die Pläne, die bis zum 18. September im WTC ausgestellt sind, sollen als Inspirationen für die Stadt dienen, die bereits seit Längerem an Konzepten für ein Fahrradparkhaus arbeitet. Die Herausforderung dabei ist laut Ulrike Sendler von der HTW Dresden die Berücksichtigung von Boxen für besonders teure Fahrräder, jene mit Anhängern und die sogenannte „Rushhour“ zu Arbeitsbeginn und Dienstschluss.

Am Dresdner Hauptbahnhof soll ein Fahrradparkhaus entstehen. Wie es aussehen könnte, darüber haben sich Dresdner Studenten viele Gedanken gemacht. Ihre Ideen sind jetzt im WTC ausgestellt.

Wie der Baubürgermeister erklärte, soll das Parkhaus unter anderem mit Elektroladesäulen, Aufenthaltsmöglichkeiten und einen Reparaturservice verknüpft werden. Die Stadt plant in unmittelbarer Nähe die Errichtung eines zentralen Busbahnhofs (ZOB).

Für das Gesamtprojekt an der Westseite des Hauptbahnhofs zwischen dem Wiener Platz im Osten und Anlagen des RVD-Betriebshofs im Westen hat die Verwaltung den Stadträten jetzt die Änderung des Bebauungsplans zur Bearbeitung vorgelegt.

Für das Fahrradparkhaus wird eine Flächenbedarf von 800 Quadratmetern und eine Kapazität von 750 bis 1000 Fahrrädern genannt. Die Kosten werden aktuell auf rund 4 Millionen Euro geschätzt. Die Stadt geht davon aus, dass das Vorhaben mit bis zu 75 Prozent vom Freistaat gefördert werden könnte. Für den städtischen Eigenanteil sollen Mittel aus der Stellplatzablöse genutzt werden. Das sind Zahlungen von Investoren bei Bauprojekten, bei denen nicht die vorgeschriebene Zahl an Parkflächen für Autos geschaffen wird.

Für die Umsetzung des Projekts erwägt  die Stadt auch die Verknüpfung mit einer Privatinvestition. Dafür könnten aber Ausschreibungen notwendig werden, etwa wenn das Gelände neben dem ZOB auch für Hotel, Büros oder Einzelhandel genutzt werden sollte. Von Januar 2018 bis November 2020 braucht die Bahn das Gelände als Baustelleneinrichtung für Umbauarbeiten am Hauptbahnhof. Vorher kann es mit dem Fahrradparkhaus nicht losgehen.

K. Jakob/I.Pleil

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