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Lokales Striezelmarkthändler ziehen durchwachsene Bilanz
Dresden Lokales Striezelmarkthändler ziehen durchwachsene Bilanz
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14:20 21.12.2015
Kein Gedränge und viel Platz. Ein Bild, wie man es eigentlich nicht vom Strizelmarkt kennt. Quelle: August Modersohn
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Dresden

Das Wetter lässt es zwar nicht vermuten, aber Weihnachten steht ins Haus - bis Heiligabend sind es noch drei Tage. Eben diese drei Tage hat der berühmte Dresdner Striezelmarkt auf dem Altmarkt noch geöffnet, dann schließt er seine Tore bis zum nächsten Jahr. Die Händler blicken dieses Jahr auf eine durchwachsene Saison mit teilweise bis zu 40 Prozent Einbußen zurück.

Schon das Eröffnungswochenende des Striezelmarktes ließ erahnen, dass die Budenbetreiber dieses Jahr weniger Umsatz machen würden. „Normalerweise ist der Andrang gerade am ersten Wochenende enorm, da hat man nach ein paar Tagen schon fast die Standmiete wieder drin“, erklären zwei Angestellte eines Bekleidungsstandes. Dieses Jahr seien aber gerade am ersten Wochenende erschreckend wenig Besucher auf dem Weihnachtsmarkt gewesen.

Auch Diana Bauer, seit sechs Jahren Betreiberin des Kinderkarussells und eines Getränkestandes, war enttäuscht von der Anfangswoche. „Nach den mauen ersten Tagen wurde es aber für uns besser.“ Die Zahlen seien zwar mittlerweile in Ordnung, dennoch seien dieses Jahr weniger Besucher als in den letzten Jahren gekommen. „Das ist bei uns jedes Jahr unterschiedlich. Mal kommen die Kunden in Scharen, mal sind es weniger. Dieses Jahr spielt das Wetter eine erhebliche Rolle.“ Einige Kunden hätten sogar kühles Bier bestellt, mit dem Bauer aber nicht dienen konnte. „Das haben früher nur ganz wenige bestellt.“

Das warme Wetter ist eine Erklärung für die zurückgehenden Besucherzahlen des Striezelmarktes. Die Mitarbeiter der Süßigkeitenbude von Jörg Korb sehen aber noch weitere Gründe. „Früher kamen Touristen aus Amerika, Frankreich und Japan. Dieses Jahr habe ich fast keine gesehen.“ Gerade die Touristen seien wichtig für die Stände, sie würden häufig mehr kaufen als die Einheimischen.

„Auch der Punkt, dass es nur noch einen verkaufsoffenen Sonntag in der Adventszeit gegeben hat, hat hier für wenig Zulauf gesorgt“, erklären die Mitarbeiter des Süßigkeitenstandes weiter. Montags sei der Markt dann sowieso schlecht besucht. „Spätestens ab 18 Uhr gehen viele Kunden aus Angst vor Ausschreitungen im Zuge der Demonstrationen nach Hause.“ Der Stand habe in diesem Jahr zwischen 30 und 40 Prozent weniger Umsatz als noch im letzten Jahr gemacht.

Nicht jeder hat in diesem Jahr schlechte Erfahrungen gesammelt. So zum Beispiel Anna Gossenbacher, Mitarbeiterin eines Christstollenverkaufs. „Wir merken kaum einen Unterschied. Stollen kommt halt einfach immer gut an.“

August Modersohn

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