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Lokales Striesen, Übigau, Sporbitz: Stadt plant Container für Asylbewerber
Dresden Lokales Striesen, Übigau, Sporbitz: Stadt plant Container für Asylbewerber
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18:36 15.11.2015
Dresden

Im Dezember 2015 und Januar 2016 kommen laut Prognosen der Landesdirektion Sachsen 3871 Asylbewerber nach Dresden. Unterkünfte für 3871 Menschen zu finden, ist eine noch nie dagewesene Herausforderung für die Stadt. Sozialbürgermeisterin Kris Kaufmann (Die Linke) zufolge prüft eine ämterübergreifende Arbeitsgruppe „Unterbringung“ der Verwaltung alle kommunalen Liegenschaften und Objekte sowie die Angebote von Privatpersonen und Unternehmen auf ihre Eignung als Unterkunft für Asylbewerber.
Nach DNN-Informationen prüft die Landeshauptstadt, auf einem Grundstück in der Nähe der Flügelwegbrücke  an der Washingtonstraße in Übigau Wohncontainer für bis zu 500 Asylbewerber aufzustellen. Die Containersiedlung könnte Anfang nächsten Jahres in Betrieb gehen. Anwohner haben bereits mehrfach gegen den geplanten Standort protestiert.
Ein weiterer Containerstandort ist im Gewerbegebiet Sporbitz an der Stadtgrenze zu Heidenau geplant. Dort könnten im nächsten Jahr bis zu 650 Asylbewerber Unterkunft finden. Bereits in wenigen Wochen könnte zudem ein kleinerer Containerstandort auf dem Gelände des früheren Schulstandortes Altenberger Straße 83 in Striesen eröffnet werden. 240 Asylbewerber könnten hier ab dem Jahresende einziehen. Weitere Standorte für Wohncontainer, die die Stadtverwaltung nach DNN-Informationen gegenwärtig prüft, sind Flächen am Seidnitzer Weg in Reick und auf dem Zelleschen Weg in der Südvorstadt.
Daneben prüft die Stadt auch mehrere Neubauten von Asylbewerberunterkünften in Modulbauweise, so beispielsweise an der Carl-Immermann-Straße in Cotta und am Neudobritzer Weg in Leuben. Sollten die Gebäude errichtet werden, dann mit deutlich unter 100 Plätzen. Mehr Plätze könnten dagegen in Gorbitz am ehemaligen Schulstandort in der Ginsterstraße entstehen. Hier nutzt die Stadt bereits eine Turnhalle als Notunterkunft für Asylsuchende. Inzwischen werden auch die leerstehenden Schulgebäude auf ihre Eignung hin untersucht – sie könnten demnächst mehr als 600 Asylbewerber beherbergen.
Bürgermeisterin Kaufmann hatte am Donnerstagabend auf einer Einwohnerversammlung in Leuben darauf verwiesen, dass es noch keine Beschlüsse des Stadtrats zu neuen Asylunterkünften gibt. Die Stadtverwaltung versuche alles, um eine Unterbringung von Asylbewerbern in Turnhallen und Schulen zu vermeiden. „Darauf werden wir nur zurückgreifen, wenn es gar nicht anders geht“, versprach die Sozialbürgermeisterin.
Nach DNN-Informationen wird es mehrere Sondersitzungen geben müssen, um die Beteiligung der Ausschüsse und des Stadtrates sowie der Ortsbeiräte zu ermöglichen.
Die Landesdirektion Sachsen plant außerdem, wie gestern bekannt wurde, eine neue Erstaufnahmeeinrichtung in der Landeshauptstadt: Auf einer Fläche an der Karlsruher Straße 103 a in Coschütz sollen bis zu 360 Asylbewerber in einem beheizbaren Großzelt unterkommen.

tbh

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