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Streit um neue Schulen im Straßenbahnhof Dresden-Tolkewitz - Stadt will Generalübernehmer mit dem Bau beauftragen

Streit um neue Schulen im Straßenbahnhof Dresden-Tolkewitz - Stadt will Generalübernehmer mit dem Bau beauftragen

60 Millionen Euro soll der Bau des neuen Gymnasiums und der Mittelschule im denkmalgeschützten alten Straßenbahnhof Tolkewitz kosten. Um das derzeit größte Schulbauvorhaben gibt es allerdings Streit.

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Für etwa 60 Millionen Euro wird der alte Straßenbahnhof in Tolkewitz umgebaut. Ab 2017 sollen hier bis zu 1700 Schüler lernen.

Quelle: Dietrich Flechtner

Der Grund: Die Stadt will das Projekt einem Generalübernehmer übertragen. Dagegen aber machen Archi-tektenkammer, Handwerkskammer, Industrie- und Handelskammer sowie Ingenieurkammer mobil. Das Handwerk stehe bereit, wenn es um die Umsetzung kleiner und großer Projekte geht, betont Jörg Dittrich, Präsident der Handwerkskammer. "Wir wenden uns aber gegen die Vergabe öffentlicher Aufträge an Generalübernehmer, weil sie die Chancen für regionale Betriebe verschlechtert und zu Lohndumping führt." Die Vergabe an Generalübernehmer sei der falsche Weg.

"Das ist längst noch nicht in Sack und Tüten", beschwichtigt auf DNN-Nachfrage der Tolkewitzer CDU-Stadtrat und stellvertretende Fraktionsvorsitzende Peter Krüger. Es gebe lediglich erste Vorplanungen. Mit einer Entscheidung rechnet Krüger allerdings noch vor der Sommerpause. Abgesehen davon könne man nicht immer nur die Landeshauptstadt sehen. "Unsere Handwerker arbeiten ja auch nicht nur in Dresden, sondern in Pirna, Meißen und Riesa". Wenn der Großraum Dresden bedient werde, sei das okay.

Was das Bauvorhaben angeht, sind für Krüger zwei Punkte wichtig: "Es darf keine zeitlichen Verzögerungen geben und nicht teurer werden als geplant." Wie berichtet will die Stadt auf dem Gelände des alten Straßenbahnhofs Tolkewitz ein fünfzügiges Gym-nasium errichten. Außerdem soll die 32. Mittelschule "Sieben Schwaben" dort ein neues Schulhaus bekommen und vier Parallelklassen einrichten. Ihr jetziges Gebäude an der Hofmannstraße teilen sich die Mittelschüler mit den Kindern der 32. Grundschule. Seit Jahren geht es dort sehr beengt zu. Der Baubeginn für die beiden neuen Schulen und zwei Dreifeld-Sporthallen ist für 2015 vorgesehen. Fertig werden soll der Schulkomplex bereits zwei Jahre später.

Befürchtet wird, dass es auf dem Gelände des Straßenbahnbetriebshofs Altlasten gibt, deren Beseitigung die Kosten weiter in die Höhe treiben könnten. "Das ist nach ersten Untersuchungen nicht der Fall", so Krüger. Gänzlich ausschließen ließe sich das momentan allerdings nicht. Immerhin seien dort früher auch Motoren auseinandergenommen worden.

Von dem 60-Millionen-Euro-Schulprojekt verspricht sich der CDU-Mann eine Initialzündung auch für das benachbarte Wohngebiet zwischen Kipsdorfer und Altenberger Straße. Dort waren zwischen 2008 und 2011 unter dem Protest von Anwohnern mehr als 380 Wohnungen abgerissen worden.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 15.05.2013

Katrin Richter

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