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Streit um Neue Mensa kocht weiter: TU-Professoren schreiben Brief an Tillich

Streit um Neue Mensa kocht weiter: TU-Professoren schreiben Brief an Tillich

Im Streit um die Zukunft der Neuen Mensa auf dem Campus der TU Dresden hat das sächsische Finanzministerium jetzt erstmals konkrete Kostenschätzungen für die verschiedenen Varianten präsentiert.

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Noch läuft der Betrieb in der Neuen Mensa, aber nicht mehr lange: Das Haus wird voraussichtlich im Sommer, allerspätestens im Herbst dieses Jahres geschlossen. Wie es dann weitergeht, steht bislang in den Sternen.

Quelle: Archiv

Auf eine Kleine Anfrage der Landtagsabgeordneten Annekatrin Klepsch (Linke) erklärte Finanzminister Georg Unland (CDU), dass die Sanierung des denkmalgeschützten Hauses wohl mit 20,8 Millionen Euro zu Buche schlagen würde. Ein Abriss der Mensa mit anschließendem Neubau an gleicher Stelle wäre mit rund 22 Millionen Euro ein wenig teurer, hätte aber logischerweise auch große Vorteile, da die Grundrisse ganz anders und zeitgemäß gesetzt werden könnten. Für Klepsch ist dennoch der Erhalt des 1978 fertiggestellten Gebäudes die einzige vernünftige Option, alles andere bezeichnet sie als "teuren Frevel" am Denkmalschutz.

"Entgegen den Darstellungen des sächsischen Finanzministeriums vom Januar diesen Jahres, dass eine Sanierung der Neuen Mensa einen 'erheblichen Aufwand ohne funktionalen Zugewinn' bedeuten würde, hat die Antwort auf meine Kleine Anfrage ergeben, dass eine Sanierung preiswerter als der Abriss und Neubau des denkmalgeschützten Gebäudes wäre", sagt die Abgeordnete.

Für Irritationen sorgte zuletzt der Vorstoß, wonach das Studentenwerk Dresden bei der Sanierung der Neuen Mensa als Bauherr auftreten soll. Denn üblicherweise kümmert sich der Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) um die Hochschulbauten. Auch die Sanierung der Alten Mensa an der Mommsenstraße lag seinerzeit in den Händen des SIB.

Für Minister Georg Unland kein festes Dogma: "Die Mensa Bergstraße wurde dem Studentenwerk Dresden 1997 im Erbbaurecht übertragen. Gemäß §7 des Erbbaurechtsvertrages liegt die Sanierungslast beim Studentenwerk. Über die Bereitstellung finanzieller Mittel wird im Rahmen der Verhandlungen zum Doppelhaushalt 2015/2016 entschieden", erklärte Unland. Derweil kritisieren fünf namhafte Dresdner Professoren den möglichen Abriss der Neuen Mensa in einem offenen Brief an Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) scharf. "Die Neue Mensa ist mehr als ein Zweckbau", heißt es in dem Schreiben. "Bauten der so genannten 'Ostmoderne' finden derzeit leider keine breite gesellschaftliche Akzeptanz, während sie beim Fachpublikum (auch international) längst eine neue, durchaus differenzierte Wertschätzung erfahren."

Unterzeichnet wurde der Brief von Prof. Hans-Georg Lippert (Baugeschichte, TU Dresden), Prof. Thomas Will (Denkmalpflege und Entwerfen, TU Dresden), Prof. Bruno Klein (Kunstgeschichte, TU Dresden), Prof. Olaf Lauströer (Architektur und Raumgestaltung, Hochschule für Bildende Künste), Prof. Valentin Hammerschmidt (Architekturgeschichte und Denkmalpflege, HTW Dresden) sowie Fritz Straub (Geschäftsführer der Deutschen Werkstätten Hellerau).

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 27.03.2014

Christoph Stephan

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