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Lokales Streit um Hund eskaliert: 39-Jähriger wegen versuchtem Totschlag auf der Anklagebank
Dresden Lokales Streit um Hund eskaliert: 39-Jähriger wegen versuchtem Totschlag auf der Anklagebank
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10:00 27.07.2018
Symbolfoto Quelle: dpa
Sebnitz/Dresden

Wegen versuchten Totschlags muss sich seit Donnerstag Daniel B. vor dem Dresdner Landgericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 39-Jährigen vor, am 28. November 2017 in einem Haus an der Langen Straße in Sebnitz den 32-jährigen Sebastian K. niedergestochen und lebensgefährlich verletzt zu haben. Der Stich ging durch die Rippen und traf Milz und Lunge. Das Opfer musste im Krankenhaus notoperiert werden. Daniel B. war zunächst geflüchtet, wurde aber später festgenommen.

Der Angeklagte räumte den Stich ein, erklärte aber, dass es nicht seine Absicht gewesen sei, den Mann zu verletzen. Sebastian K. habe ihn im Schwitzkasten festgehalten. Er habe sich „herausgedreht“ und wohl aus Versehen mit dem Messer getroffen. So ganz genau kann sich Daniel B. nicht erinnern, auch nicht daran, was nach der Tat passierte. „Ich war völlig geschockt, als ich das Blut sah und hatte einen Blackout, deshalb bin ich auch weggelaufen. Die Erinnerung setzte bei mir erst wieder ein, als die Polizei kam.“

Der Gedächtnisschwund liegt wohl nicht nur am Schock, sondern auch an der erheblichen Menge Alkohol und dem Drogencocktail, die er intus hatte. Daniel B. trinkt seit Jahren und konsumiert Crystal und Hasch – auch an jenem Tag. Möglicherweise war seine Einsichtsfähigkeit zur Tatzeit vermindert.

Grund für das blutige Drama war wohl ein Streit um einen Hund. Sebastian K. hätte ihm nicht nur seine Freundin ausgespannt, sondern auch den Hund weggenommen, erzählte der Angeklagte. Das Tier habe zwar seiner Ex gehört, aber er hätte es auch nach der Trennung bei sich geführt. „Ich war am Nachmittag einkaufen, habe den Hund draußen angebunden und als ich rauskam, war er weg. Jemand sagte, den hat Sebastian mitgenommen und so bin ich hinterher.“

Das Messer habe er mitgenommen und unter dem Jackenärmel versteckt, da er fürchtete, angegriffen zu werden. Mit dem Spruch „Eva kannst du behalten, den Hund nehme ich mit“, sei er in das Haus gegangen, um das Tier zurückzufordern, dann sei die Situation eskaliert. Zeugen hatten den Vorfall anders geschildert. Der Prozess wird fortgesetzt.

Von Monika Löffler

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