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Lokales Streit um Dresdner Elbradweg: Ex-Ortsbeirat bietet Geld gegen Vergebung – nicht mit Töberich
Dresden Lokales Streit um Dresdner Elbradweg: Ex-Ortsbeirat bietet Geld gegen Vergebung – nicht mit Töberich
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20:54 09.09.2015
Als Regine Töberich am vergangenen Donnerstag den Elbradweg wegbaggern ließ konnte Ortsbeirat Ton nicht an sich halten und verpasste ihr eine Ohrfeige. Quelle: Foto Montage Stephan Lohse

Am Samstag wurde klar, dass Töberich den falschen Abschnitt des Weges weggebaggert hatte (DNN berichteten). Die direkten Folgen: Töberich ist das alles peinlich. Sie erhält aber ihre Kritik aufrecht. Ton will von seinem Mandat als Ortsbeirat zurücktreten, seinen Beiratsposten im Ausländerbeirat aufkündigen und die Partei verlassen. „Er ist fachlich einer der Besten, aber Gewalt können wir nicht tolerieren", so Victor Vincze, Vorsitzender des Ausländerbeirates.

Grünen-Kreisvorsitzender Michael Schmelich kündigt an, dass sich am Dienstag der Parteivorstand mit dem Thema beschäftigt. Ein neuer Kandidat für den Ortsbeirat soll aufgestellt werden. In der Folge müsse der Stadtrat über eine Entlassung von Ton aus seinem Mandat entscheiden. Ton selber hat sich bisher noch nicht öffentlich über den Vorfall geäußert. „Es ist offensichtlich, dass er nicht im Namen der Partei gehandelt hat. Wir haben es mit einer persönlichen Kurzschlussreaktion zu tun“, teilt Schmelich mit.

Ton bietet Schmerzensgeld an

Doch Ton ist nicht ganz abgetaucht. Am Sonntag verschickte er einen Brief an Frau Töberich, der DNN-Online vorliegt. In dem Schreiben heißt es: „Am Donnerstag, den 7. Mai, gegen 18.45 Uhr habe ich Ihnen mit einer Hand ins Gesicht geschlagen und möchte Ihnen hiermit mein Bedauern über diesen Vorfall mitteilen. Hiermit erkläre ich mich bereit, Ihnen wegen des Schlages ein Schmerzensgeld zu überweisen“. Mit einer Zahlung über 500 Euro will Ton Buße tun. Töberich bringt allein der Versuch auf die Palme: „Ich empfinde die Mail als zweite Ohrfeige. Ein echtes Bedauern ist nicht zu erkennen“, teilt die Architektin mit.

Derweil bewertet sie die misslungene Baggeraktion mittlerweile als Erfolg. „Ich bin geplättet vom wahnsinnigen Medienrummel – alle wollen Interviewtermine. Alleine auf Facebook haben sich bundesweit vier Unterstützergruppen gegründet. 99 Prozent der Reaktionen sind positiv“. Die Maßnahme sei nur „bedingt nach hinten losgegangen“, so Töberich.

Zurückziehen will sich die Investorin in jedem Fall nicht: „Die Eskalationsstufe wird nicht heruntergefahren. Ich habe noch mindestens zwei Joker in der Hand und werde mich weiterhin wehren“. Wie ihr Kleinkrieg mit der Stadt und Rot-Rot-Grün im Stadtrat weitergeht, will sie allerdings noch nicht verraten.

Hauke Heuer

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