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Lokales Streit um Dobermann und Shiba Inu in Dresden-Gorbitz
Dresden Lokales Streit um Dobermann und Shiba Inu in Dresden-Gorbitz
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11:07 08.08.2017
Am Nachmittag des 27. April 2016 gerieten in Gorbitz zuerst zwei Hunde und danach die Herrchen aneinander. Quelle: dpa
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Dresden

Am Nachmittag des 27. April 2016 gerieten in Gorbitz zuerst zwei Hunde und danach die Herrchen aneinander. Das passiert gelegentlich, aber der Zoff um Dobermann „Sparky“ und den Shiba Inu „Dag“ wurde ein Fall für das Gericht. Felix S. musste sich wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung verantworten.

Sein Dobermann, mit dem er unangeleint Gassi ging, soll, so die Anklage, plötzlich auf den kleinen Shiba Inu zugestürmt sein und ihn in den Nacken gebissen haben. Dessen Halter, Wolfgang W., ging mit Tierabwehrspray dazwischen, was dem Angeklagten nicht passte. Der 29-Jährige rannte brüllend über die Straße, schwang dann seine Hundeleine wie ein Lasso, um ihr Schwung zu verleihen, und schlug in Richtung des Mannes. Der fühlte sich bedroht: „Ich hatte Panik und rief, dass er aufhören solle, das tat er nicht. Ich konnte nicht weg, hinter mir war ein Zaun, da habe ich in meiner Angst gesprüht“, erinnerte sich der 62-Jährige Beide Herrchen wurden glücklicherweise bei der Aktion nicht verletzt.

„Er wollte doch nur spielen.“

Felix S. erzählte eine andere Geschichte: Den Hund konnte er nicht anleinen, da der Durchfall hatte, „Sparky“ sei auch nur auf den Hund zugerannt, „weil er spielen wollte“ und er habe den kleinen Hund gar nicht gebissen, da Wolfgang W. den Dobermann schon vorher „niedergesprüht“ hätte.„Ich wollte mir mit der Leine nur Platz verschaffen, um meinem Hund zu helfen, der am Boden lag. Und dann sprühte er in meine Richtung.“ Das muss Wolfgang W., glaubt man dem Angeklagten, in Wildwestmanier getan haben: In jeder Hand ein Abwehrspray – eines auf den Hund, das andere auf das Herrchen gerichtet. „Ich hatte nur ein Spray dabei“, beteuerte der. Auch andere Zeugen, die mit ihren Hunden in der Nähe waren, widersprachen Felix S. Der habe mit der Leine geschlagen und der Hund, den er angeblich verteidigen wollte, sei längst auf der anderen Straßenseite gewesen.

„Sein Dobermann ist sehr aggressiv und er ließ ihn immer ohne Leine laufen“, monierte Wolfgang W. Auch die anderen Hundehalter gehen dem Angeklagten und seinem „Sparky“ lieber aus dem Weg. Eine Zeugin hatte sogar Angst, vor Gericht zu erscheinen. Da haben sich Hund und Herrchen keinen guten Ruf erarbeitet.

Richterin Birgit Keeve, die was von Hunden versteht und dem Angeklagten sein „Hundelatein“ nicht immer abnahm, verurteilte Felix S. zu einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen à 13 Euro, für den Arbeitslosen eine Menge Geld. „Sie waren Schuld an der Situation, sie haben sie provoziert, ihr Hund war nicht angeleint. Wenn so ein Dobermann zubeißt, ist das nicht ohne, das ist kein Schoßhund.“

PS: Jetzt, so sagten Zeugen aus, nehme Felix S. seinen Hund an die Leine.

Von Monika Löffler

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