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Streit um 5. Klasse in Weixdorf - Eltern kämpfen gegen lange Schulwege für den Nachwuchs

Streit um 5. Klasse in Weixdorf - Eltern kämpfen gegen lange Schulwege für den Nachwuchs

Dicke Luft bei Kindern und Eltern in Weixdorf: Sie wollen in der Oberschule des Stadtteils eine dritte 5. Klasse einrichten lassen, um kurze Schulwege zu sichern.

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Eltern und Kinder aus der Umgebung der Oberschule Weixdorf fordern von Stadt und Bildungsagentur eine dritte fünfte Klasse an der Schule.

Quelle: Dietrich Flechtner

Stattdessen werden Kinder aber bald ganz woanders zur Schule gehen, zum Teil nach Los-Entscheiden. Hintergrund sind die überall in der Stadt gerade verschickten Zulassungen für die fünften Klassen.

Für Silvana Wendt aus Langebrück ist es "der pure Hohn". Im Schulnetzplan bekenne die Stadt, dass es schwierig sei, Gymnasiasten aus der Innenstadt an das Gymnasium in Klotzsche umzulenken. In umgekehrter Richtung scheine die Stadt damit kein Problem zu haben, meint die Elternbeirätin der Grundschule Langebrück. Oberschüler aus Weixdorf würden demnächst in Striesen oder Trachau zur Schule gehen. Und das alles nur, weil an der Weixdorfer Oberschule keine dritte 5. Klasse eingerichtet wird. Dabei gebe es dort genügend Räume und auch der Schulnetzplan sehe eine Dreizügigkeit im jährlichen Wechsel mit der 82. Oberschule in Klotzsche vor. Dennoch geschehe nichts. Fast 20 Schüler würden in die Innenstadt umgelenkt. Schulwege von einigen Minuten könnten sich so bis zu einer Stunde ausdehnen. Silvana Wendt will sich damit nicht abfinden und sammelt für eine Petition an die Stadt derzeit Unterschriften. Ziel: eine dritte 5. Klasse in Weixdorf.

Unterstützung findet sie unter anderem bei Jörg Schröder. Der Eigentümer einer Dachdecker-Firma hält es für "ein Unding, dass Weixdorfer Kinder in die Innenstadt geschickt werden". Für die Dreizügigkeit seien vielleicht zwei Lehrer mehr nötig. Das sei doch nicht viel, der Streit darum werde auf "dem Rücken unserer Kinder" ausgetragen. "Die sind doch unsere Zukunft", meint Schröder. Sein Sohn, um den es gerade geht, hat noch zwei jüngere Geschwister. Deshalb ist für Schröder schon klar, dass er notfalls auch klagen wird: "Wir geben nicht auf." Andere Väter wie Robert Ringel schlagen in die gleiche Kerbe: "Es ist eine große Sauerei, dass hier der Lehrermangel des Freistaats auf dem Rücken der Kinder ausgetragen werden soll."

Am 1. Juni hätten die Eltern die Aufnahmebescheide der weiterführenden Schulen erhalten, erläutert Katrin Reis von der sächsischen Bildungsagentur, die für die Lehrerversorgung zuständig ist. Jetzt gebe es eine Einspruchsfrist, zu den laufenden Verfahren sei keine Aussage möglich. Im Dresdner Norden gebe es genügend Schulplätze für eine bedarfsgerechte Versorgung. So ähnlich äußert sich auch Dresdens Schulamtsleiter Falk Schmidtgen. Von 95 angemeldeten Kindern an der Oberschule Weixdorf hätten 41 einen Aufnahmebescheid einer anderen Schule erhalten. Dabei seien auch Zweit- und Drittwünsche berücksichtigt worden. Die Rechtssprechung erlaube eine Stunde Schulweg.

Silvana Wendt rechnet anders. 112 Plätze sieht sie in Weixdorf und der 82. Oberschule. 127 Kinder hätten sich insgesamt angemeldet. Mit einer dritten 5. Klasse in Weixdorf könnten alle im Dresdner Norden zur Schule gehen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 17.06.2015

Ingolf Pleil

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