Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Lokales Straßenschule in Dresden vorerst gerettet
Dresden Lokales Straßenschule in Dresden vorerst gerettet
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:00 06.09.2018
Die Straßenschule in Dresden fördert Jugendliche aus prekären Lebenssituationen auf dem Weg zu einem Schulabschluss. Quelle: Treberhilfe
Dresden

Für die Straßenschule in Dresden ist die Finanzierung zunächst gesichert. Der Sozialausschuss des Stadtrats hat die Umschichtung von Geldern aus dem Sozialbereich zum Jugendamt zugestimmt. Damit kann das Projekt der Treberhilfe zunächst bis zum Jahresende weiterarbeiten.

Das Angebot richtet sich an junge Menschen aus problematischen Lebensituationen. Armut, Drogenprobleme, Wohnungslosigkeit – das Spektrum ist breit. In der Straßenschule können die meist 18 bis 25, 26 Jahre alten Personen einen Hauptschulabschluss erlangen und damit möglicherweise doch noch einen geordneten Start ins Leben schaffen. Doch das Projekt passt nicht in die Schubladen. Sobald sich wie schon bei anderen Angeboten in der Vergangenheit Bildungsaufgaben und Jugendhilfeaspekte überlagern, gibt es Gerangel darum, wer dafür zahlen muss.

Der Ausschuss hat nun zunächst die Verlagerung von 54000 Euro zum Erhalt der Straßenschule beschlossen. Für die Fortsetzung 2019 sind weiter Beschlüsse notwendig.

Vertreter der rot-grün-roten Stadtratsmehrheit freuten sich am Donnerstag über den Erhalt des Projekts. Linken-Stadträtin Pia Barkow erklärte; „Die Straßenschule ist vorerst gerettet und damit die Chance für junge Schulabbrecher, die teilweise auf der Straße leben, in ihrem Leben eine neue Richtung einzuschlagen.“

Der Beschluss zur Straßenschule sei ein doppelter Erfolg“, meinte auch Tina Siebeneicher, jugendpolitische Sprecherin der Grünen im Stadtrat. Zum einen wurde das Angebot fachlich per Beschluss bestätigt, zum anderen wird das Schuljahr für 2018 kurzfristig abgesichert. Doch die Straßenschule brauche auch für die nächsten Jahre eine verlässliche Perspektive, denn die Zahl der Schulabbrecher beziehungsweise Schulverweigerer in der Stadt steige. Siebeneicher: „Die notwendigen Gelder müssen im Haushalt 2019/20, der derzeit beraten wird, bereitgestellt werden.“

Für Vincent Drews, sozialpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, hätten Bildungsbürgermeister Hartmut Vorjohann (CDU) und das Jugendamt „endlich eingesehen, dass es dieses Projekt braucht, um Schulabbrechern eine Möglichkeit zu geben, nachträglich zu einem Abschluss zu kommen“. Jetzt gelte es, das Projekt auch im neuen Haushalt zu verankern.

Von Ingolf Pleil

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Führungswechsel in der Centrum-Galerie in Dresden: Jürgen Wolf wird neuer Center-Manager. Das teilte der bisherige Chef des zur Klepierre-Gruppe gehörenden Einkaufszentrums an der Prager Straße, Dirk Fittkau, am Donnerstag mit.

06.09.2018

Mit dem Angebot auf der Anlage am Hebbelplatz sind viele Nutzer nicht zufrieden. Nun hoffen sie auf Geld für neue Spielgeräte durch eine deutschlandweite Kampagne eines Limoherstellers – und auf Unterstützung der Dresdner bei einer im Internet laufenden Abstimmung.

06.09.2018

Um für Betroffene von Diskriminierung nach dem AGG eine Anlaufstelle zu bieten, hat die Landeshauptstadt eine AGG-Beratungsstelle für die Bürgerschaft der Stadt eingerichtet.

06.09.2018