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Lokales Strafbefehle für Prozessschwänzer
Dresden Lokales Strafbefehle für Prozessschwänzer
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10:22 25.11.2015

Mehrez N. sollte sich wegen Körperverletzung und gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr verantworten. Der 31-Jährige Tunesier hatte am 29. Mai 2014 bei einem Streit in der Wohnung seiner Ex-Freundin einen Computer nach der Frau geworfen. Der verfehlte sie, rauschte durch das Fenster, fiel aus der zwei Etage auf die Fahrbahn der Schäferstraße und zerschellte. Der Fahrer eines Fords konnte nicht rechtzeitig bremsen und fuhr in die Einzelteile rein. Am Auto entstand ein Sachschaden in Höhe von 2700 Euro. So ärgerlich das ist, der Mann hatte noch Glück im Unglück. Wäre er etwas früher dort lang gefahren, hätte ihm der Computer aufs Auto oder durch die Scheibe fallen können. Mehrez N. stand an diesem Tag wohl völlig neben sich. Kurz danach schlug er einer Frau im Hof des Hauses ins Gesicht. Da er seine Verhandlung schwänzte, konnte nicht geklärt werden, warum er so rabiat war. Fiedler reichte auf Antrag der Staatsanwaltschaft einen Strafbefehl von 200 Tagessätzen à 10 Euro aus. In die Entscheidung floss eine anderes Urteil des Amtsgerichts ein.

Auch die Angeklagte, die zwei Stunden später an der Reihe war, zog es vor, der Verhandlung fernzubleiben. Auch bei ihr hätte man gern gewusst, was sie am 7. Mai geritten hat. Da hatte Dagmara Paulina S. mit der Sattelstange eines Fahrrades sieben Autos demoliert, Gesamtschaden rund 7000 Euro. Warum die Amazone im Kampfanzug durch die Straßen tobte, blieb wegen ihres Fehlens im Dunkeln. Die Aktion kostet sie 280 Tagessätze à 10 Euro. Ihr den Strafbefehl zuzustellen, dürfte schwierig werden: die Dame ist wohnungslos.

Monika Löffler

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