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Lokales Strafanzeige gegen André Sarrasani
Dresden Lokales Strafanzeige gegen André Sarrasani
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17:30 27.07.2016
Gegen André Sarrasani wurde eine Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Dresden gestellt. Quelle: Archiv
Dresden

Die Biskuit Musik-, Event- und Ausstellungs-GmbH hat nach eigenen Aussagen am Dienstag eine Strafanzeige wegen Eingehungsbetrug und Insolvenzverschleppung gegen André Sarrasani bei der bei der Dresdner Staatsanwaltschaft gestellt. Die Kölner Biskuit GmbH ist Vertragspartner der Ausstellung „Real Bodies“ am Wiener Platz.

Biskuit-Geschäftsführer Peter Kral wirft Sarrasani vor, er habe durch Vortäuschen falscher Tatsachen sich nicht nur den Erhalt der Ausstellung „Real Bodies“ erschlichen, sondern sich darüber hinaus der Insolvenzverschleppung schuldig gemacht. „Ich habe im Nachhinein die Erkenntnis gewonnen, dass André Sarrasani bei der Vertragsunterschreibung im vergangenen Jahr nicht in der Lage war, die vertraglichen Gegebenheiten zu erfüllen – insbesondere nicht die monetären“, erklärt Peter Kral gegenüber den DNN. Ausstehende Gelder von insgesamt 120.000 Euro seien bis heute nicht bezahlt.

Die Ausstellung „Real Bodies“, die noch bis Sonntag zu sehen ist, hatte nicht im Ansatz die prognostizierten Besucherzahlen erfüllen können. Von kalkulierten 15.000 Besuchern pro Monat konnte Sarrasani im Schnitt gerade einmal 23 Prozent realisieren. „Ich fühle mich vorgeführt, denn die Ausstellung läuft weiter, obwohl die Einnahmen einfach nicht zu erreichen sind.“ Auf mehrere Anrufe habe der Magier und Zirkusdirektor nicht reagiert. „Ich bin schlichtweg enttäuscht, weil wir uns nicht erst seit gestern kennen“, so Kral.

Gemeinsam mit Insolvenzverwalter Dr. Dirk Herzig von Schultze & Braun hatte André Sarrasani am Mittwoch zu der Anzeige Stellung bezogen. Sarrasani habe die Ausstellung demzufolge mit größtmöglicher kaufmännischer Vorsicht kalkuliert. „In Insolvenzverfahren ist immer wieder zu beobachten, dass Gläubiger sich aus Verdruss über ausstehende Zahlungen an Gerichte und die Öffentlichkeit wenden, um ihren Forderungen vermeintlich mehr Nachdruck zu verleihen“, heißt es in der Stellungnahme. André Sarrasani werde sich dadurch jedoch nicht von seinem Sanierungskurs abbringen lassen. Die Staatsanwaltschaft Dresden wird erst im Laufe des Donnerstags weitere Auskünfte geben, so Oberstaatsanwalt Lorenz Haase.

Von jw

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