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Steuerplus soll Dresdner Pinguin-Café retten

Ausschuss einigt sich auf Finanzierung Steuerplus soll Dresdner Pinguin-Café retten

Das Pinguin-Café wird aus dem Zoo verbannt. Aber es soll eingelagert und nach Möglichkeit wiederaufgebaut werden. So wünschen es sich die Linken und Grünen. Für die Kosten von 40 000 Euro sollen Steuermehreinnahmen verwendet werden, hat der Finanzausschuss jetzt beschlossen.

Soll erhalten bleiben: das Pinguin-Café.

Quelle: S. Lohse

Dresden. Mehrheitliches Votum am Montagabend im Finanzausschuss: Das Pinguin-Café im Dresdner Zoo soll nach seinem Abriss eingelagert werden. Die Verwaltung soll gleichzeitig Möglichkeiten prüfen, das Gebäude später einmal an einer geeigneten Stelle wieder aufzubauen. Die Kosten für die Einlagerung des Pinguin-Cafés bezifferte die Verwaltung mit 40 000 Euro. Dieses Geld soll über Steuermehreinnahmen finanziert werden. Dieser Vorschlag ist ein altbewährtes Mittel für die Finanzierung von nicht eingeplanten Ausgaben. Allerdings hat die rot-grün-rote Stadtratsmehrheit bereits diverse Mehreinnahmen in den Doppelhaushalt 2017/2018 eingepreist.

Die Ausschussmitglieder folgten einem interfraktionellen Antrag von Linken und Grünen, mit dem das Gebäude der DDR-Nachkriegsmoderne für die Nachwelt bewahrt werden soll. Der Stadtrat hat aber auf seiner Sitzung am 26. Januar das letzte Wort. Der Finanzausschuss ist der sogenannte federführende Ausschuss, eine Zustimmung im Stadtrat dürfte als sicher gelten.

Das Pinguin-Café soll im Februar und März abgerissen werden. An seiner Stelle ist ein Restaurant mit etwa 100 Innenplätzen geplant, das von der Elbezeit GmbH betrieben wird. Da die Finanzierung nicht geklärt war, sollte der Altbau unwiderbringlich abgerissen werden. Linke und Grüne haben nun eine – wenn auch vage – Finanzierungsvariante aufgezeigt. Der Wiederaufbau sei im Interesse der Stadt, heißt es in dem Antrag. Das Netzwerk „Ostmodern“, das sich dem Erhalt typischer DDR-Bauten verschrieben hat, bringt einen Aufbau des Pinguin-Cafés im Alaunpark ins Gespräch. Es könne unter anderem als Ausstellungsraum genutzt werden.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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