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Lokales Sternfahrt zur Klimakonferenz
Dresden Lokales Sternfahrt zur Klimakonferenz
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19:00 03.11.2016
Der Zwickauer Unternehmer Ingolf Kastner(l.) und TU-Student Bernard Landwehr starten am Freitag in Dresden mit einem Elektroauto nach Marrakesch. Quelle: Foto: Anja Schneider
Dresden

Mit vollgepacktem Kofferraum aber ohne einen einzigen Tropfen Benzin im Tank machen sich am Freitag der Fahrzeugtechnik Student Bernard Landwehr und Unternehmer Ingolf Kastner mit einem Elektroauto auf den Weg zur UN-Klimakonferenz nach Marrakesch. Als Teilnehmer und Mitorganisatoren einer sogenannten Sternfahrt, bei der aus verschiedenen Teilen Europas gestartet wird, wollen sie ein Zeichen gegen die Klimaerwärmung setzen. Gleichzeitig soll ein Weltrekordversuch gelingen.

„Wir wollen zeigen, dass es schon problemlos möglich ist, mehrere Tausend Kilometer mit einem Elektroauto auf mehreren Kontinenten zu fahren“, sagt Bernard Landwehr, Fahrzeugtechnikstudent an der TU Dresden. Er ist schon viele Jahre begeisterter E-Mobil Fan. Während seines ersten Semesters 2011 trat er dem TU-Team „Elbflorace“ bei, das bei der sogenannten Formula Student mitfährt, einer Rennserie, die ebenfalls auf den großen Rennstrecken wie beispielsweise Hockenheim oder Silverstone ausgetragen wird. Er konzipierte, baute und fuhr sogar Elektrorennwagen.

Im vergangenen Jahr nahm er an der weltgrößten Elektroauto-Rallye „Wave Trophy“ teil. Dort lernte er seinen heutigen Mitstreiter Ingolf Kastner kennen, der mit seinem Tesla ebenfalls teilnahm. Der Zwickauer machte sich vor einigen Jahren mit der Firma Intekma selbstständig und treibt seitdem Projekte zur Förderung von Elektromobilität voran, beispielsweise das Errichten von Ladestationen oder öffentlichkeitswirksame Projekte wie Rallyes oder die nun stattfindende Sternfahrt nach Marrakesch.

Los gehts für Landwehr und Kastner am Freitag gegen 14 Uhr. Vom Altmarkt starten sie mit dem 365 PS starken Tesla in Richtung Marrakesch. Bei einer Strecke von knapp 3500 Kilometern müssen die beiden einige „Aufladestopps“ einplanen.

Mit einer vollständig geladenen Batterie fährt der Tesla knapp 500 Kilometer weit. „In Europa ist das Ladenetz von Tesla recht gut ausgebaut. Da werden wir keine Probleme haben. Wie es dann in Afrika aussieht, werden wir sehen“, so Kastner. Zur Sicherheit hat er dutzende Adapter für verschiedene Ladesäulen im Gepäck, sogar einen für eine handelsübliche Haushaltssteckdose. „Leider gibt es noch kein einheitliches Ladesystem. Doch Strom gibt es zum Glück überall“, ergänzt Bernard Landwehr. Die Reise solle rund vier Tage dauern, übernachtet werde spontan.

Parrallel zu den beiden Startern aus Dresden machen sich am Freitag noch 14 weitere Teilnehmer aus ganz Europa mit Elektrofahrzeugen auf den Weg in die marokkanische Metropole, wo vom 7. November bis zum 18. November die UN-Klimakonferenz stattfindet. Dort planen sie einen Weltrekordversuch, um ein weiteres Zeichen zu setzen. Insgesamt 15 000 sogenannte Umweltversprechen von Schülern aus ganz Europa haben die Fahrer im Gepäck.

Diese sind auf vorgefertigten Karten aufgeschrieben und werden zu einem großen Bild auf dem Erdboden ausgelegt. Dort erscheint dann eine große „-1,5“ als Anspielung auf das von der UN vorgegebene, aber noch lange nicht erreichte Klimaziel, die Erderwärmung um 1,5 Grad Celsius zu verringern. Landwehr und Kastner haben 2500 solcher Versprechen aus Sachsen in ihrem Kofferraum dabei. Außerdem werden die Dresdner Starter mit ihrem Tesla bei einem Event der Formel-E teilnehmen, die ebenfalls während des Klimagipfels in Marrakesch zu Gast sein wird.

Von Sebastian Burkhardt

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