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Lokales Stempel fehlt - Kita-Eröffnung in Dresden-Leuben geplatzt
Dresden Lokales Stempel fehlt - Kita-Eröffnung in Dresden-Leuben geplatzt
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18:27 09.09.2015

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Grund: Entgegen aller Ankündigungen war der Termin für die Neueröffnung übers Wochenende geplatzt, weil ein paar Stempel aus dem Verwaltungsapparat fehlten.

"Das war ein ganz schöner Schock, die Kleinen hatten sich schon so gefreut", ärgert sich Jana Kehrich. Für die 33-jährige Bankkauffrau und Mutter zweier Kinder, die derzeit eine Vollzeit-Weiterbildung absolviert, hätte die Überraschung am Morgen schier unüberwindliche Probleme aufgetürmt - wenn sich die Erzieherinnen des freien Kita-Betreibers "Unternehmen Kultur" nicht übers Wochenende erfolgreich um eine Lösung bemüht hätten: Sie mieteten Partyzelte an, die sie auf dem Außengelände aufbauten, bugsierten die Kleineren in Großraum-Taxis zur Krippe "Pat's Mini Box" an der Händelallee in Blasewitz und organisierten für die größeren Kinder Busauflüge.

Den Frauen vom "Unternehmen Kultur" könne man keinen Vorwurf machen, betont Kehrich namens des Elternbeirates. "Die haben sich super gekümmert." Dass aber Stadt und Kita-Eigenbetrieb erst am Freitag über die fehlenden Genehmigungen informierten, so dass die Eltern selbst erst am Montag vor der Kindergarten-Tür davon erfuhren, sei sehr ärgerlich.

"In den letzten Tagen haben sich noch Probleme beim Bauablauf gezeigt, die so Anfang August, als der Umzug in Auftrag gegeben wurde, nicht absehbar gewesen sind", erklärte Rathaus-Sprecher Karl Schuricht im Namen des Kita-Eigenbetriebes. Die Kita werde aber ab heute wieder nutzbar sein, kleinere Restarbeiten könnten im Nachhinein erledigt werden. "Für die Verzögerung bitten die Mitarbeiter von Eigenbetrieb Kita und Hochbauamt um Entschuldigung." "Unternehmen Kultur"-Chefin Sabine Wesener jedenfalls war gestern zeitweise "auf der Palme": "Wir haben den Kindern gesagt, dass das heute ein Abenteuertag ist", erzählte sie. Den Mädchen und Jungen gefalle es auch, in Zelten Märchen vorgelesen zu bekommen, dort ihren Mittagsschlaf zu machen oder eine Busreise zu unternehmen. "Aber das hat alles nur geklappt, weil Hochsommer ist, wir weitere Kitas in der Stadt haben und sich die Mitarbeiterinnen so engagiert haben. Sonst hätten wir heute 130 Kinder wieder nach Hause schicken müssen." Die Schuld für den Fehlstart sieht sie bei der Stadtverwaltung: "Der Wiedereröffnungstermin stand schon seit Monaten fest und die ganze Zeit wurde so getan, als ob alles in Ordnung sei. Und dann erfahren wir in letzter Minute, dass ein paar Stempel und Unterschriften fehlen. So kann man mit Eltern, Kindern und Erzieherinnen doch nicht umspringen." "Pat's Dahlienheim" ist eine von fünf Kitas, die die gemeinnützige Gesellschaft "Unternehmen Kultur" als freier Träger in Dresden betreibt.

Das Haus wurde durch die Stadt ab September wegen Brandschutzmängeln saniert, die Kinder waren derweil in einem Ausweichobjekt an der Junghansstraße einquartiert. Die für gestern angekündigte Wiedereröffnung platzte, weil die - eigentlich eher formale - Trinkwasserprüfung und behördliche Nutzungsfreigabe nicht rechtzeitig vorlagen.

Heiko Weckbrodt

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