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Stehlen leicht gemacht

Seriendieb in Dresden verurteilt Stehlen leicht gemacht

Das Amtsgericht Dresden hat einen Seriendieb zu zwei Jahren und vier Monaten Haft wegen Diebstahl und Sachbeschädigung verurteilt. Die Bestohlenen habe es dem Täter aber teils recht leicht gemacht.

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Quelle: dpa

DresDen. „Mein Mandant will einen Schlussstrich unter sein bisheriges Leben ziehen“, erklärte Verteidigerin Ines Killian im Amtsgericht. Wäre, wenn es denn funktioniert, nicht schlecht, denn Maik N. hat in seinem Leben wirklich nicht viel vorzuweisen, außer einer Menge Verurteilungen. „Mit 14 wurde ich das erste Mal straffällig, mit 15 Jahren das erste Mal eingesperrt“, erzählte der 35-Jährige. Er hat seitdem einige Jahre im Gefängnis verbracht und dort wenigstens seinen Schulabschluss gemacht. Bis 2018 sitzt er derzeit eine Haftstrafe ab, nun bekam er eine Verlängerung – zwei Jahre und vier Monate wegen Diebstahl und Sachbeschädigung.

Im März 2016 war Maik N., mal wieder, aus der Haft entlassen worden, einige Wochen später ging er erneut auf Diebestour – bevorzugtes Ziel waren Bürokomplexe. Im Juni hebelte er die Eingangstür zum Bürogebäude auf der Clara-Zetkin-Straße auf und zog dann von einer Firma zum nächsten – von der Hebammenpraxis bis zur Tanzschule - brach Türen und Schränke auf und ließ Bargeld und Technik mitgehen. Der Stehlschaden belief sich auf einige Hundert, der Sachschaden auf einige Tausend Euro.

Am 24. Juli stieg er in den Bürokomplex an der Strehlener Straße ein, hebelte die Eingangstür und dann die Türen zu mehreren Firmenbüros auf und nahm mit, was stehlenswert war, darunter der Autoschlüssel zu einem Skoda, der vor dem Gebäude stand. Den Wagen klaute er dann auch und transportierten damit die Beute ab. Im Oktober besuchte Maik B. den Bürokomplex erneut und ließ diesmal auch den Generalschlüssel und Schlüssel zu anderen Objekten mitgehen. Von da an war er dort Dauergast. Noch fünfmal verschaffte er sich mit dem geklauten Schlüssel Einlass ins das Gebäude und arbeitete sich dann durch die einzelnen Firmen. Der Angeklagte klaute nicht nur, was nicht niet-und nagelfest war, er hinterließ auch eine Spur der Verwüstung. Dem Hauseigentümer entstand insgesamt ein Sachschaden von über 20 000 Euro. Da fragt man sich schon, warum das Schloss nicht ausgewechselt oder andere Sicherheitsmaßnahmen ergriffen wurden. Man hat es ihm wirklich leicht gemacht. Erst im November wurde er festgenommen.

Maik N. legte ein Geständnis ab. Keine Kunststück, er hatte genügend Beweisspuren hinterlassen, zum Beispiel beim „fremdpullern“ in einer der Firmen und manchmal stellte er sich wirklich blöd an. Wer Handschuhe trägt, um Fingerabdrücke zu vermeiden, sollte die dann nicht am Tatort liegenlassen. Er habe gestohlen, um sich seinen Crystalkonsum finanziert, erklärte der Angeklagte. Maik N. nimmt seit Jahren Drogen, hat einmal eine Therapie begonnen, die aber abgebrochen. „Ich hatte mir das anders vorgestellt.“ Er will es erneut probieren.

Von Monika Löffler

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