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Lokales Statt des Hundertwasserhauses entstehen bald „Pfunds Höfe“ in Dresden
Dresden Lokales Statt des Hundertwasserhauses entstehen bald „Pfunds Höfe“ in Dresden
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17:45 26.03.2018
Quelle: dpa
Dresden

Das Bauschild für das Hundertwasserhaus stand schon: Doch das war vor fast 20 Jahren. Jetzt entstehen an der Ecke Bautzner Straße/Prießnitzstraße „Pfunds Höfe“. Mit Alnatura gebe es schon einen Ankermieter.

Nur wenige Schritte von Dresdens schönstem Milchgeschäft „Pfunds Molkerei“ entfernt, auf dem ehemaligen Gelände der Molkerei, entsteht in Kürze das Neubauprojekt. Das von den Initiatoren WEP Gruppe sowie HARKAI Projektentwicklung geplante Neubauprojekt hat eine Größenordnung von ca. 35 Millionen Euro. Das so entstehende, moderne Ensemble mit etwa 9200 Quadratmeter vermietbarer Fläche wurde nun durch ein Sondervermögen der HanseMerkur Grundvermögen AG von der Pfunds Höfe GmbH & Co. KG erworben noch bevor es errichtet ist.

Noch im März Baustart

Das Gelände war im März 2016 von Aengevelt Dresden im Auftrag einer privaten Investorengemeinschaft (4670 Quadratmeter Grundstücksfläche) an eine Projektentwicklungsgesellschaft unter Beteiligung der WEP Projekt und der HARKAI Projektentwicklung sowie weiterer Partner vermittelt worden.

Mit den „Pfunds Höfen“ soll auf dem Grundstück ein energieeffizienter Neubau aus Wohn-, Einzelhandel- und Büro- bzw. Praxisflächen entstehen. Seit einigen Tagen laufen die Bauarbeiten, hieß es bei den beteiligten Partnern. Ab Ende 2019 sollen die ersten Mieter einziehen.

So soll das Gebäude an der Ecke Bautzner Straße/Prießnitzstraße in der Dresdner Neustadt aussehen. Quelle: PR

Insgesamt werden 95 Wohneinheiten mit 1 bis 5 Zimmern geschaffen, die sowohl für Singles als auch für Familien geeignet sind. Von den oberen Etagen können die Bewohner dann sogar einen herrlichen Blick in Richtung Elbe und die Dresdner Altstadtsilhouette genießen.

„Dresden ist eine europäische Metropole, die auch dank hoher Investitionen der Wirtschaft weiter wächst. Mit dem Kauf der „Pfunds Höfe“ möchten wir diese Entwicklung aktiv mitgestalten und unseren Wachstumskurs fortsetzen“, sagt Martin Brendel, Leiter Investment bei der HanseMerkur Grundvermögen AG. Die Äußere Neustadt sei mit ihren Cafes und Restaurants sowie der Nähe zum Elbufer ein hervorragender Platz zum Leben und Arbeiten. „Wir sehen deshalb auch langfristig eine stabile Nachfrage für unser Objekt“, sagte Brendel.

Attraktives Investitionsprojekt

Gregor Bogen, Geschäftsführer der Pfunds Höfe GmbH & Co. KG, erläutert: „Die ‚Pfunds Höfe‘ werden in einem der gefragtesten Quartiere Dresdens mit einem nachhaltigen Bedarf an Wohn- und Gewerberäumen errichtet. Der bereits mit dem Ankermieter Alnatura geschlossene Mietvertrag über reichlich die Hälfte der entstehenden Einzelhandelsflächen unterstreicht die Attraktivität dieses Investitionsobjektes.“

Rund 1500 Quadratmeter der „Pfunds Höfe“ sind für die Gewerbenutzung vorgesehen. Etwa 750 Quadratmeter dieser Fläche würden schon von Alnatura für einen Bio-Markt angemietet. Die noch verbleibenden Gewerberäume eignen sich z.B. für eine Bäckerei mit Café und Freisitz, kleinteiligen Einzelhandel, eine Arztpraxis oder ein Architekturbüro.

Während die Vermietung der Wohnungen erst später starten würden, könnten sich interessierte Nutzer für die noch freien Gewerbeeinheiten bereits jetzt an die Entwickler wenden. Ergänzt werde das Bauprojekt durch 87 neue Tiefgaragenstellplätze, so dass zukünftige Mieter eine entspannte Parkplatzsituation vorfinden würden.

Hundertwasser verstarb vor Realisierung seines Hauses

Auf der spitzzulaufenden Fläche zwischen Bautzner Straße und Prießnitzstraße hatte Ende der 1990er Jahre Friedenreich Hundertwasser ein Projekt geplant. Der österreichische Künstler war für seine unkonventionellen Entwürfe bekannt.

Das einzigartiges Architekturprojekt von Hundertwasser sollte für 60 Millionen Mark in der Dresdner Neustadt. entstehen. Quelle: DNN

Er verstarb jedoch, bevor das Gebäude errichtet wurde und nach seinem Tod kam das Projekt zum Erliegen. Das Gelände gehörte damals der Diakonissenanstalt, die es vor etwa fünf Jahren an Privatleutet verkaufte.

Von Ingolf Pleil

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