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Bildung Standortsuche für Projektschule Dresden geht voran

Erst Seidnitz, dann Prohlis Standortsuche für Projektschule Dresden geht voran

Da unterstelle noch jemand der Schulverwaltung, sie trete beim Thema Universitätsschule auf die Bremse: Der Geschäftsbereich hat jetzt einen Vorschlag für den Standort der „Projektschule Dresden“ erarbeitet. Für die Gründungsjahre schlägt der Bildungsbürgermeister den ehemaligen Standort der Volkshochschule in Seidnitz vor.

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Hartmut Vorjohann
 

Quelle: Dietrich Flechtner

Dresden.  Da unterstelle noch jemand der Schulverwaltung, sie trete beim Thema Universitätsschule auf die Bremse: Der Geschäftsbereich von Bildungsbürgermeister Hartmut Vorjohann (CDU) hat jetzt einen Beschlussvorschlag für den Standort des Schulzentrums „Projektschule Dresden“ erarbeitet, an dem der von der Technischen Universität initiierte Schulversuch umgesetzt werden könnte. Für die Gründungsjahre und die ersten Schuljahre schlägt der Bildungsbürgermeister den ehemaligen Standort der Volkshochschule auf dem Schilfweg 3 in Seidnitz vor.

Langfristig wird die Schule jedoch nicht an diesem Standort bleiben können. Dafür ist das Schulgebäude vom Typ „Dresden“ zu klein. Das Schulzentrum „Projektschule Dresden“ soll aus einer dreizügigen Grundschule und einer dreizügigen Oberschule bestehen. Deshalb plant Vorjohann mittelfristig einen Umzug nach Prohlis in den Standort Boxberger Straße 1. Der vorübergehend als Asylunterkunft genutzte Gebäudekomplex aus DDR-Zeiten soll aber nach Möglichkeit nicht wiederbelebt werden. Das Bildungsressort wünsche sich, heißt es in der Vorlage, dass sich der Stadtrat eine Position erarbeitet, ob an Stelle einer bisher vorgesehenen Sanierung der Schulgebäude nicht ein Neubau errichtet werden sollte. Die pädagogischen Konzepte des Schulversuchs sollten auf Räume treffen, die eine sehr gute Umsetzung ermöglichen.

Die Vorlage kann man durchaus als Angebot an die rot-grün-rote Stadtratsmehrheit (RGR) verstehen, die die Universitätsschule nahezu euphorisch unterstützt. Es dürfte RGR schwerfallen, eine Ablehnung des Standorts inhaltlich zu begründen. Die Pläne sind aber für Vorjohann auch der Schlüssel, um Mehrheiten für den Schulnetzplan zu finden, der so gar nicht nach dem Geschmack von RGR ist. Die Stadtratsmehrheit will das Berufsschulzentrum für Wirtschaft von Gorbitz nach Prohlis verlagern und im Gorbitzer Schulgebäude ein Gymnasium gründen. Vorjohann schlägt dagegen den Verbleib der Berufsschule in Gorbitz und die Gründung eines dreizügigen Gymnasiums auf dem Kohlebahnhof in Verbindung mit einer dreizügigen Oberschule vor.

Für den Stadtteil Prohlis würden sich mit der Umsetzung der innovativen pädagogischen Konzepte des Schulversuchs neue Entwicklungspotenziale in der Stärkung der lokalen Strukturen ergeben, heißt es in der Vorlage. Das Schulzentrum werde eine besondere Ausstrahlungskraft haben, die Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Stadtteilen zusammenführe. Prohlis erhalte gleichzeitig eine Forschungseinrichtung mit überregionaler Wirkung. Teil des Konzeptes der TU sei das Angebot an die Schüler, Schulabschlüsse mit Zugangsberechtigung zu Hochschulen abzulegen. Daraus würden sich, eventuell ergänzend zum Prohliser Hülße-Gymnasium, weitere hochwertige Bildungsperspektiven ergeben.

Die Sanierung des Schulgebäudes am Schilfweg könnte bei schnellen Beschlüssen bis zum RGR gewünschten Gründungstermin der Universitätsschule im Sommer 2018 erfolgen. Die Schulverwaltung hält aber einen Start zum Schuljahr 2019/2020 für günstiger, da noch zahlreiche inhaltliche und organisatorische Fragen geklärt werden müssten.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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