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Lokales Standesamt Dresden: Sophie und Paul waren die beliebtesten Namen 2014
Dresden Lokales Standesamt Dresden: Sophie und Paul waren die beliebtesten Namen 2014
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17:14 09.09.2015
In Dresden erblickten 2014 insegsamt 8.229 Kinder das Licht der Welt. Quelle: Archiv DNN
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Davon erblickten 4.246 Jungen und 3.983 Mädchen das Licht der Welt. Es kamen 160 Zwillinge und fünf Drillinge auf die Welt, fasste Frank Neubert, Abteilungsleiter des Standesamtes, am Donnerstag in seinen Räumlichkeiten an der Goetheallee zusammen. „Damit haben wir den Stand von 1984 erreicht. Zu dem absoluten Höchstwert von 1964 fehlen allerdings noch 1500 Geburten“, fügte der zweite Bürgermeister, Detlef Sittel (CDU) hinzu. 

Bei den beliebtesten Vornamen für die Frischgeborenen hat sich im Vergleich zu den Vorjahren nicht viel getan. Erneut steht „Sophie“ (125 Nennungen) an der Spitze der beliebtesten Vornamen der Mädchen. Bei den Jungen ist es der Name „Paul“ (123 Nennungen). „In den vergangenen 15 Jahren konnten diese beiden Namen die werdenden Eltern immer wieder überzeugen. Sophie war elf Mal auf Platz eins, Paul sogar 13 Mal“, zieht der Abteilungsleiter Bilanz.

Aurelia hat das Zeug zum Modenamen

Dabei ist das Angebot von Vornamen riesengroß. So wurden beispielsweise bei den Mädchen 918 Namen nur einmal vergeben, bei den Jungen sind es immerhin 782. Als außergewöhnliche Ideen konnte Neubert am Donnerstag unter anderem Zuzane, Xantippa, Lisou, Fjarill, Tywin, Fielo, Brixen oder Euvin nennen. „Bei den letzten fünf Vornamen war sogar ein Gutachten durch die Gesellschaft für deutsche Sprache erforderlich. So waren wir uns bei ‚Tywin“ beispielsweise unsicher, ob es nur ein Fantasiename aus der Buchreihe ‚Das Lied von Feuer und Eis’ – Tywin Lennister ist“, berichtet der Standesamtleiter.

Der größte Aufstieg bei den Vornamen gelang übrigens „Aurelia“. Seit 2004 ist er deutschlandweit im Gespräch und rangiert mittlerweile auf Rang 150. In Dresden stand er im vergangenen Jahr auf Platz 145 und schnellte 2014 auf Platz 81 vor. „Aurelia hat das Potenzial zum Modenamen“, meint Neubert.

So viele Kirchenaustritte wie seit langem nicht mehr

Doch natürlich erblickten im Jahr 2014 nicht nur zahlreiche Kinder das Licht der Welt, sondern – wie das Leben eben so spielt – verstarben auch viele Menschen. So hat das Standesamt nach eigenen Angaben 5.778 (2013: 5.917) Sterbefälle beurkundet. Davon hatten 65 eine ausländische Nationalität. 17 waren polnische und 15 ukrainische Staatsbürger, andere Nationen waren seltener vertreten. „Die hohe Zahl bei den polnischen Verstorbenen hängt natürlich mit dem schweren Busunglück auf der A4 zusammen“, erläutert Frank Neubert.

Für die sogenannten „Sternenkinder“, die mit einem Gewicht von weniger als 500 Gramm vor, während oder nach der Geburt verstorben sind, wurden nach einer Neuregelung vom 15. Mai 2013 im vergangenen Jahr vom Standesamt 32 Bescheinigungen rückwirkend bis 2006 ausgestellt. Bis zu diesem Datum war es den Eltern meistens nicht möglich, ihre Kinder zu beerdigen, da diese als Fehlgeburten galten. 20013 waren es 27 Bescheinigungen rückwirkend bis 1979.

Eine weitere Rekordzahl musste das Standesamt auch bei den Kirchenaustritten registrieren: 1.931 Dresdner vollzogen diesen Schritt, das ist die höchste Zahl seit 1996. „Ich habe mir mal ausgerechnet, wie viele Leute in den vergangenen zehn Jahren durchschnittlich aus der Kirche ausgetreten sind und bin auf 874 pro Jahr gekommen. 2014 sind also mehr als doppelt so viele ausgetreten“, erklärt Neubert.

Nadine Steinmann

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