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Städtische Bibliotheken stoppen Lese-Muffelei der Dresdner Jugend

Städtische Bibliotheken stoppen Lese-Muffelei der Dresdner Jugend

Die Städtischen Bibliotheken haben anscheinend die Lese-Unlust der Dresdner Jugend gestoppt: Inzwischen sind 39,6 Prozent der hiesigen Jugendlichen in den Leihbüchereien angemeldet - erstmals seit 1999 ist damit wieder eine Aufwärtsentwicklung erkennbar, teilte Bibliotheken-Direktor Arend Flemming am Freitag mit.

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Dresdens Bibliotheken haben anscheinend die Lese-Unlust der Dresdner Jugend gestoppt.

Quelle: Dietrich Flechtner

Insgesamt konnten die kommunalen Leihbüchereien ihre Nutzerzahlen im vergangenen Jahr um 2,8 Prozent auf 72.107 steigern, die Entleihungen legten um 1,7 Prozent auf knapp 5,5 Millionen zu.

Sorgen macht Flemming allerdings die hohe „Frauenquote" in seinen Bibliotheken: Der Anteil weiblicher Nutzer ist auf fast zwei Drittel gestiegen. „Wir wollen auf keinen Fall die Mädchen vertreiben. Aber wenn das so weiter geht, sind die Jungs die Bildungsverlierer in unserer Gesellschaft", fürchtet er. „Dagegen müssen wir in naher Zukunft unbedingt etwas unternehmen." Auch die erfolgreiche Internetfiliale „eBibo", die eBooks und andere digitale Medien verleiht, sieht er als einen Hebel, um mehr Männer und Jungen zur Literatur zu locken.

Heiko Weckbrodt

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