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Lokales Städte bieten Grillplätze an und kämpfen mit Müll
Dresden Lokales Städte bieten Grillplätze an und kämpfen mit Müll
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07:42 10.06.2018
Grillen an einem Sommerabend im Clara-Zetkin-Park. Quelle: dpa/Willnow
Dresden

Rauchschwaden, der Duft leckerer Steaks und Würstchen und manchmal auch laute Musik: Mit den warmen Tagen hat die Grillsaison begonnen. Die Städte in Sachsen halten in der Regel zu diesem Zweck bestimmte Plätze bereit, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab. Allerdings müssen die Kommunen oftmals später den zurückgelassenen Müll wegräumen.

Wie beliebt das Freizeitvergnügen ist, zeigt der Kurs „Sommerliche Grill-Impressionen“ im Programm der Volkshochschule Dresden. „Der ist immer schon im Januar ausgebucht, kurz nachdem das neue Programm erschienen ist“, sagt Pressesprecherin Regina Molke. Dort könnten Hobbyköche lernen, wie auf dem Grill neben den Klassikern wie Würstchen oder Steaks würzige Raffinessen aus Fleisch, Gemüse und Früchten zubereitet werden. Immer wieder werde auch mit ausgefallenen Ideen experimentiert.

Sogar Eis soll schon gegrillt worden sein, wie Molke berichtet. „Wir richten nach Möglichkeit Zusatzkurse ein.“ Es fehlten jedoch qualifizierte Kursleiter. „Früher haben die Menschen vor allem in Höfen oder Gärten gegrillt, jetzt treffen sie sich dazu eher in öffentlichen Räumen“, berichtet eine Sprecherin der Dresdner Stadtverwaltung. Das liege womöglich daran, dass die Innenhöfe zu Parkplätzen geworden seien. Die Stadt hält 13 Grillplätze und auch Stellen für Lagerfeuer bereit.

Abfälle neben den Papierkorb zu legen ist illegal

Nach den Partys müssen die Mitarbeiter der Stadtreinigung oft Hinterlassenschaften wie leere Flaschen, Verpackungen, Einweggrills oder auch handelsübliche Metallgrills beseitigen. Bei der Verwaltung stößt das Verhalten der Feiernden auf Unverständnis: „Wem es möglich ist, Grills, Holzkohle, Speisen und Getränke bis ans Elbufer zu transportieren, dem ist es auch möglich, die Abfälle wieder mit nach Hause zu nehmen“, heißt es.

„Abfälle neben den Papierkörben abzulegen, gilt sogar als illegale Abfallablagerung“, betont die Sprecherin. „Dabei ist es unerheblich, ob die Abfälle lose, in Tüten oder in Abfallsäcke verpackt sind.“ Die Stadt Dresden leert die Abfalleimer während der warmen Jahreszeit teilweise in kürzeren Abständen.

Für unerlaubtes illegales Grillen wird in der Regel ein Verwarnungsgeld von 50 Euro fällig. Im vergangenen Jahr gab es den Angaben zufolge fast 500 Anzeigen. Die Mitarbeiter des Ordnungsamtes kontrollierten in der warmen Jahreszeit täglich verstärkt in Grünanlagen, Parks und auf den Elbwiesen, um unerlaubtes Grillen zu unterbinden. Aber sie könnten nicht immer überall sein.

Chemnitz hat neun Grillflächen

Im vergangenen Jahr machten illegale Freiluft-Partys immer wieder Ärger. So feierten an einem Abend etwa 100 Menschen am Elbufer im Stadtteil Pieschen. Die Nachbarn beschwerten sich über die laute Musik, anrückende Polizisten wurden mit Flaschenwürfen empfangen. Sie beendeten schließlich das gesellige Beisammensein. Im Stadtteil Kaditz amüsierten sich im August etwa 70 Menschen so lautstark auf einem Grundstück, dass sich die Nachbarn gestört fühlten und auch hier die Polizei einschreiten musste.

Die Stadt Chemnitz hält für ihre Einwohner neun Grillflächen bereit, unter anderem am Pavillon der Schloßteichinsel, am Großen Stadtparkteich, auf der Festwiese im Küchwaldpark und am Wasserschloss Klaffenbach. Einge der Plätze würden wenig bis kaum genutzt, andere wiederum sehr stark, sagt ein Stadtsprecher. „Erfahrungsgemäß ist das Areal auf der Schloßteichinsel immer sehr beliebt.“

Bisher seien keine Beschwerden oder Anzeigen wegen illegaler Grillpartys im Ordnungsamt eingegangen, hieß es. Auch andere Städte wie Plauen oder Auerbach im Vogtland bieten in landschaflich schöner Umgebung wie etwa an der Talsperre Pöhl Grillplätze an.

Von Ralf Hübner, dpa

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