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Lokales Stadtverwaltung will Schulbezirke zusammenlegen
Dresden Lokales Stadtverwaltung will Schulbezirke zusammenlegen
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19:49 09.09.2015
Schulbürgermeister Winfried Lehmann

Von Katrin Richter

Eingeladen hatte Elternsprecher Frank-Martin Weiler, gekommen waren gut 50 Eltern, Lehrer und auch einige Stadt- und Ortsbeiräte. Auf dem Podium diskutierten Schulbürgermeister Winfried Lehmann (CDU) und die beiden Stadträte Ingo Flemming (CDU) und Albrecht Pallas (SPD). Zum Unmut von Grünen-Fraktionschef Jens Hoffsommer, der die Zusammensetzung als "undemokratisch und instinktlos" bezeichnete. Andere Fraktionen seien ausgeschlossen worden. Beide Stadträte hätten sich sehr für das Gymnasium engagiert, verteidigte Weiler die Entscheidung.

Lehmann: Die Prognosen verändern sich zur Zeit halbjährlich

Er sei gerade in Leipzig gewesen, berichtete Lehmann den Eltern im Saal eingangs. "Die Stadt verzeichnet einen ähnlich starken Geburtenzuwachs wie Dresden", sagte er. Dass der Babyboom solche Ausmaße annehmen könnte, habe er sich vor zehn Jahren nicht vorstellen können. Derzeit würden die Prognosen halbjährlich nach oben korrigiert. Man werde den Schulnetzplan daher nicht nur alle fünf Jahre wie bisher, sondern alle zwei Jahre fortschreiben. Damit greift Lehmann übrigens einen Vorschlag von Grünen und Linken auf. "Die an und für sich erfreuliche Tatsache, dass noch mehr Kinder geboren werden, treibt uns natürlich den Schweiß auf die Stirn", gab der Schulbürgermeister unumwunden zu. Die Stadt werde zunächst die vorhandenen Kapazitäten ausnutzen und die Grundschulen künftig nicht mehr nur ein- bis zweizügig wie einst, sondern drei- bis vierzügig laufen lassen. In den Gymnasien werde es fünf und in den Mittelschulen vier bis fünf Parallelklassen geben.

Stadt plant an drei Stellen gemeinsame Grundschulbezirke

So viel steht fest: Um die Schulen besser auszulasten, will die Stadt die Grundschulbezirke Plauen 1 und 2 sowie Cotta 1 und 2 zusammenlegen. Den dritten Standort in der Stadt mochte Falk Schmidtgen, Leiter des Schulverwaltungsamtes, auf DNN-Nachfrage gestern noch nicht nennen. Hintergrund für den gemeinsamen Schulbezirk in Plauen ist der Fakt, dass der Schulbürgermeister in der jüngst geschlossenen 38. Mittelschule an der Saalhausener Straße eine neue Grundschule etablieren möchte. Damit die neue "38." von möglichst vielen Eltern angenommen wird, wolle man sie für die Kinder beider Grundschulbezirke öffnen. Eltern befürchteten gestern, dass die gemeinsamen Schulbezirke weitere und gefährlichere Schulwege für die Kinder bedeuten könnten.

Der zweite große Schulbezirk soll nach den Vorstellungen der Stadtverwaltung in Cotta entstehen. Der Grund: Die 14. Grundschule an der Schweizer Straße ist randvoll, die 117. hat noch Kapazitäten. Mit einem gemeinsamen Schulbezirk könne das besser ausgeglichen werden.

Stadt will 126. Grundschule vorerst nicht wiedereröffnen

Insbesondere die SPD hatte sich vehement für die Wiedereröffnung der erst vor zwei Jahren mangels Schülern geschlossenen 126. Grundschule im Ortsamtsbereich Plauen eingesetzt (DNN berichteten). Das hat die Stadtverwaltung indes nicht vor. "Wir brauchen das Gebäude an der Cämmerswalder Straße in den nächsten Jahren als Erweiterung für das Gymnasium Bürgerwiese, das aus allen Nähten platzt", so Lehmann.

Neu gegründetes Löffler-Gymnasium soll 46. Mittelschule mitnutzen

Wie berichtet soll 2014 das ehemalige Fritz-Löffler-Gymnasium an der Bernhardstraße als fünfzügiges Gymnasium wiedereröffnen. Weil der Platz dort nicht reicht, plant Lehmann, das Gebäude der 46. Mittelschule an der Leubnitzer Straße als Erweiterung mit zu nutzen. Die "46." soll in einen Plattenbau an der Andreas-Schubert-Straße ziehen, den das BSZ für Gesundheit und Soziales bis vor einiger Zeit genutzt hatte und der gleichfalls sanierungsbedürftig ist. Die Kosten für die Sanierung bezifferte Amtsleiter Schmidtgen vage auf "einige Millionen Euro".

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 21.09.2011

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