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Lokales Stadtteilfeuerwehren Hellerau und Klotzsche feiern neuen Standort
Dresden Lokales Stadtteilfeuerwehren Hellerau und Klotzsche feiern neuen Standort
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19:12 12.08.2016
Quelle: Anja Schneider
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DRESDEN

Hellerau ist nicht der Verlierer. Und Klotzsche auch nicht der Sieger. Alle haben etwas davon, dass die Freiwilligen Feuerwehren der zwei Stadtteile nun gemeinsam an der Ecke Boltenhagener Straße/Travemünder Straße zu Hause sind. Wohlgemerkt: In Klotzsche und als Stadtteilfeuerwehr Klotzsche. Doch vorne auf den Helmen der Frauen und Männer steht das Kürzel „KLH“. So bekennen sie geografisch Farbe für Klotzsche und für Hellerau, erklärte Andreas Rümpel, Chef des Brand- und Katastrophenschutzamtes. Mit der Fusion und dem gemeinsamen Start im heute eingeweihten 3,4 Millionen Euro-Neubau mit Balkonblick zur Radarkugel des Wetterdienstes am Flughafen beginnt aber dennoch eine neue Zeitrechnung. Beide Wehren geben ihre Stammstandorte auf – die Klotzscher verabschieden sich aus der unmittelbaren Nachbarschaft des Ortsamtes an der Kieler Straße und die Hellerauer waren die längste Zeit Nachbarn der Schule am Heinrich-Tessenow-Weg.

„Damit kann die Einsatzbereitschaft der Wehr langfristig abgesichert werden“, stellte Ordnungsbürgermeister Detlef Sittel (CDU) zur Eröffnung fest. „Ich danke allen Kameradinnen und Kameraden der beiden traditionsreichen Stadtteilfeuerwehren für ihre Bereitschaft und ihr Engagement“, so der Bürgermeister, der genau weiß, dass der gemeinsame Start am neuen Standort eine schwere Geburt war. Schließlich sind beide Wehren mehr als 100 Jahre alt. Ihre Zukunft, letztlich die Fusion, habe ihn schon seit seinem Start im Rathaus vor 15 Jahren begleitet, sagte Sittel. Letztlich sei alles „sehr harmonisch und zielführend“ gelaufen.

Das bestätigen auch Feuerwehrchef Rümpel und Wehrleiter Robby Schmiade. Nein, es seien kaum Kameraden abgesprungen, seit die Entscheidung zum Zusammenschluss gefallen ist, sagte Schmiade. Im Neubau nahe dem Flughafen sind nun 49 ehrenamtliche Brandschützer aktiv, auch drei Frauen. Zum ersten mal grenzt dort nunmehr die Wache einer Stadtteilfeuerwehr direkt an eine Einsatzstelle des Rettungsdienstes. Wand an Wand schließt sich ein kleiner Einsatzort der „Malteser“ an – zehn Mann und ein Einsatzfahrzeug werden dort stets in Bereitschaft sein.

Die neue Wache selbst ist gar nicht mehr ganz so neu. Die ehrenamtlichen Brandschützer durften bereits am 21. Juni einziehen. Im Erdgeschoss befinden sich die rund 300 Quadratmeter große Fahrzeughalle für die zwei Feuerwehrautos und einen Mannschaftswagen, gleich daneben gehts zu den Umkleideräumen und Duschen. Im Stockwerk darüber gibt es unter anderem einen Schulungsraum, ein Zimmer für die Jugendfeuerwehr und einen Raum für den Wehrleiter. Hinten im Garten ist Platz für Erholung nach den Einsätzen, zwischen Gebäude und Wiese befinden sich die Parkplätze für die Feuerwehrleute.

Alles das können die Klotzscher und Hellerauer am morgigen Sonnabend selbst in Augenschein nehmen. Dann öffnet die neue Wache um Tag der offenen Tür. Um 11 Uhr gehts los. Es wird Feuerwehrtechnik gezeigt, geplant ist außerdem ein Kinderprogramm (ab 13 Uhr) und Party mit einem Discjockey ab 19 Uhr.

Ein wenig als Sieger fühlen können sich am Ende doch die Hellerauer. Schließlich haben sie durch den Abschied der Feuerwehr vom „Tessenow-Weg“ gewonnen: Sie haben nun mehr Platz für ihre Schule, die in das ehemalige Feuerwehrgebäude wachsen soll.

www.feuerwache22.de

Von Christoph Springer

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