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Lokales Stadtsportbund Dresden drängt auf mehr Geld für Vereine
Dresden Lokales Stadtsportbund Dresden drängt auf mehr Geld für Vereine
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17:26 19.11.2018
Symbolbild Quelle: dpa
Dresden

Der Stadtsportbund Dresden hat mehr Geld für die Arbeit der hiesigen Vereine gefordert. Mit Blick auf die aktuelle Debatte um den Haushalt mahnt der Bund höhere Ausgaben für Investitionen sowie den Erhalt von Sportanlagen an.

Au­ßerdem pocht die Sportlerlobby auf hö­­here Zuwendungen, damit die Vereine künftig besser die Kosten für Übungsleiter und an­dere anfallende Ausgaben abdecken können. „Unsere Erwartungen sind nicht erfüllt“, erklärt Robert Baumgarten, Hauptgeschäftsführer des Sportbundes mit Blick auf die bislang im Haushaltsentwurf bereitgestellten Gelder.

Weniger Geld als in den Vorjahren

Der Bund kritisiert, dass in den ein­zelnen Bereichen für die bei­den nächsten Jahre jeweils deutlich weniger Geld eingeplant ist, als noch 2017 und 2018. „Wir hätten zumindest das gleiche Geld er­wartet wie im Vorjahr plus einen Aufschlag, der den stetig steigenden Mitgliederzahlen in den Dresdner Sportvereinen Rechnung trägt“, so Robert Baumgarten.

Der Chef des Sportbundes verweist da­bei auf die Ausgaben für die Werterhaltung. Noch dieses Jahr spuckte die Stadt zwei Millionen Euro aus. Für die beiden kommenden Jahre sind jeweils nur eine Million Euro eingestellt. Der Bedarf sei al­lerdings groß. Robert Baumgarten verweist auf die Sportanlagen an der Klotzscher Hauptstraße, der Eisenberger Straße und der Saalhausener Straße als Beispiele.

Hier besteht noch Handlungsbedarf

Hierbei gehe es darum, Hartplätze in Rasen- oder Kunstrasenplätze umzuwandeln beziehungsweise den Kunstrasen zu erneuern. Gehandelt werden müsse außerdem an den maroden Turnhallen an der Alexander-Hertzen-Straße und an der Teuteburger Straße. Hinzu kommen noch viele kleinere Maßnahmen.

Auch bei den Investitionen für Neubauten und Erweiterung gebe es erheblichen Finanzbedarf. Zwar stünden im An­satz größere Summen – die seien aber vor allem für die Planungen für dem Um- und Ausbau des Heinz-Steyer-Stadions reserviert. Der Sportbund begrüßt die Pläne ausdrücklich. „Wir haben in Dresden aber 380 Vereine. Wir dürfen den Rest nicht vergessen“, sagt Robert Baumgarten. Zuletzt sei der Investitionsstau im Sport mit 70 Millionen Euro beziffert worden. „Wir bräuchten eigentlich jedes Jahr vier Millionen Eu­ro für Investitionen“, rechnet der Sportbundchef vor.

Steigende Mitgliederzahlen

Bleibt noch die konsumtive Sportförderung – also die Zuschüsse, mit denen Vereine ganz erheblich den Betrieb absichern. Auch in diesem Bereich gebe es bei den Planungen im Vergleich zu diesem Jahr unterm Strich ein geringes Defizit in Höhe von etwa 50 000 Euro. Robert Baumgarten verweist dabei auf die steigenden Mitgliederzahlen allgemein und im Kinder- und Jugendbereich speziell. Al­lein zwischen 2015 und 2018 stieg die Zahl Mitglieder im Alter unter 18 Jahren von 28 775 auf 34 581 Mitglieder. Auch deshalb sei es wichtig, das KiJu-Projekt fortzuführen. Außerdem müssten die Kostensteigerungen bei Betriebskosten und Veranstaltungen abgefedert werden.

Die Vertreter von Rot-Grün-Rot hatten sich zuletzt noch darauf verständigt, insgesamt vier Millionen Euro mehr für In­vestitionen und den konsumtiven Bereich zur Verfügung zu stellen. Nach dem Verlust der Mehrheit im Rat steht diese Zusage nun aber infrage. Deshalb appelliert der Sportbund nun noch einmal an alle Fraktionen, sich bei der am 22. November geplanten Abstimmung „mehrheitlich für den Dresdner Sport mit seinen 108 000 or­ganisierten Sportlern stark zu machen.“

Von Sebastian Kositz

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