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Lokales Stadtratsmehrheit will fünf zusätzliche Grundschulen in Dresden
Dresden Lokales Stadtratsmehrheit will fünf zusätzliche Grundschulen in Dresden
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10:00 26.11.2017
Die rot-grün-rote Stadtratsmehrheit will fünf zusätzliche Grundschulstandorte in Dresden schaffen. Quelle: dpa
Dresden

Die rot-grün-rote Stadtratsmehrheit will fünf zusätzliche Grundschulstandorte in Dresden schaffen. Damit sollen bestehende Einrichtungen entlastet und gerade für die jungen Schüler in der Stadt bessere Bedingungen an den Grundschulen geschaffen werden. Das teilten SPD, Grüne und Linke am Freitag mit. Teilweise gegensätzliche Positionen stellte die CDU-Fraktion am gleichen Tag vor.

Laut Linken-Stadträtin Anja Apel soll auf der Alexander-Herzen-Straße in Klotzsche ein alter Schulstandort wieder aufgenommen werden. In dem Stadtteil liege die Anmeldezahl für die Grundschulen bei 245 Kindern, prognostiziert waren 199. Das seien zwei Klassen mehr.“ Apel verwies auf ein neu entstehendes Wohngebiet mit 650 Einwohnern, zudem reichten auch in Weixdorf die Plätze an der Grundschule nicht aus. Wir brauchen dringend eine weitere Grundschule in Klotzsche.“

Den von der Stadtverwaltung vorgeschlagenen Tausch zwischen der 10. Grundschule und der Schule für Erziehungshilfe „Erich-Kästner“ lehne die Stadtratsmehrheit ebenso ab wie die betroffene Förderschule und der Ortsbeirat. Laut Grünen-Stadträtin Ulrike Caspary strebe die Stadtratsmehrheit daher den Bau einer Grundschule in der Altstadt an: „Je früher die neuen Grundschulplätze in der Altstadt zur Verfügung stehen, desto weniger Schulklassen werden überfüllt.“ Beschlossen hat der Stadtrat bereits die Einrichtung der Universitätsschule mit einem Grundschulanteil zum kommenden Schuljahr. Zudem sehe Rot-Grün-Rot den Bedarf für jeweils eine weitere Reaktivierung eines Schulstandortes in Blasewitz und in Plauen.

SPD-Stadträtin Dana Frohwieser bekräftigte die Absicht, auch die CDU-Fraktion für die Pläne zu gewinnen. Dazu sind Gespräche geplant. „In überfüllten Grundschulen ist kein gutes Lernen mehr möglich, das ist eine unverantwortliche Benachteiligung für die Dresdner Kinder“, sagte Frohwieser.

Ebenfalls am Freitag stellte Heike Ahnert die Position der CDU zum Entwurf des Schulnetzplanes vor. „Es gibt viele Fragezeichen aufgrund der Schülerprognosen“, erklärte die Stadträtin. Daher will die Fraktion den Schulnetzplan bereits 2019 und nicht erst in fünf Jahren erneut beraten, um schnell auf mögliche Veränderungen bei den Schülerprognosen reagieren zu können. Den Tausch der zwischen Kästner-Schule und 10. Grundschule will die CDU nur um ein Jahr verschieben. Auch Ahnert sprach sich für einen neuen Grundschulstandort im Altstadtbereich aus. Zudem sollen weitere Grundschulkapazitäten an der Cämmerswalder Straße, in Gompitz mit einem Neubau für die 74. Grundschule und in Schönfeld-Weißig geschaffen werden. Mit der Vorgründung der 151. Oberschule möglichst zum Schuljahr 2019/20 soll bei den Fünf- bis Zehn-Klässlern im Dresdner Norden Entlastung erzielt werden. Als Standort kämen dafür die Container an der Karl-Marx-Straße in Frage, die gegenwärtig vom Gymnasium Klotzsche genutzt werden. Bei dessen Sanierung ab 2019 würden die Container freiwerden. Das Gymnasium LEO soll nach Ansicht der CDU an der Bodenbacher Straße angesiedelt werden, die 101. Oberschule perspektivisch ans Kollwitz-Ufer ziehen und die an der Pfotenhauerstraße geplante Uni-Schule später auf die Boxberger Straße ziehen.

Von Ingolf Pleil

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