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Stadtratsmehrheit will bessere Betreuung für Asylbewerber

Integration Stadtratsmehrheit will bessere Betreuung für Asylbewerber

Mehr Sozialarbeiter für Asylbewerber, Sachkosten für den Ehrenamtskoordinator und Beratungsangebote für Migrantinnen – dafür will die rot-grün-rote Stadtratsmehrheit 721.000 Euro pro Jahr zusätzlich ausgeben. Das Geld soll aus dem Sozialpakt kommen.

Rot-Grün-Rot will mehr Geld in die Integration von Asylbewerbern in Dresden investieren.
 

Quelle: dpa

Dresden. Die rot-grün-rote Stadtratsmehrheit will den Betreuungsschlüssel von Sozialarbeiter pro Asylbewerber von gegenwärtig 1:100 auf 1:80 senken und dafür 600.000 Euro pro Jahr mehr ausgeben. Einen entsprechenden Antrag stellten jetzt die Sozialpolitiker der Kooperation vor. „Auf unsere Initiative wurde der Schlüssel bereits von 1:150 auf 1:100 verbessert. Jetzt wollen wir die soziale Infrastruktur weiter verbessern“, erklärte SPD-Stadtrat Vincent Drews.

Das Sozialamt habe den Zuschlag für die Flüchtlingssozialarbeit ab 1. Juni 2017 erteilt, die in vier Sozialräumen sowie für besonders schutzbedürftige Personen erfolgen soll. „Uns ist es wichtig, dass auch die Alltagsbetreuung von Flüchtlingen in das Angebot aufgenommen wird“, so der Sozialdemokrat. Die Stadt solle auch Integrationsbegleiter für anerkannte Flüchtlinge und Asylberechtigte einstellen. Das Sozialamt hatte einen Begleiter pro Sozialraum geplant. „Das ist uns zu wenig. Wir wollen mindestens zwei Integrationsbegleiter in jedem Sozialraum“, erklärte Drews.

Gleichzeitig soll die Ehrenamtskoordination in der Flüchtlingshilfe ausgebaut werden, erklärte Linke-Stadträtin Kerstin Wagner. Der städtische Ehrenamtskoordinator Clemens Hirschwald soll 10.000 Euro pro Jahr für Sachkosten und Öffentlichkeitsarbeit zur Verfügung gestellt bekommen. „Der Koordinator möchte weiter Konferenzen anbieten, um die einzelnen Initiativen in der Stadt zu vernetzen. Die Kosten dafür hat er bisher aus Spenden oder der eigenen Tasche bezahlt“, so Wagner.

Schließlich soll die Außenstelle des Frauen- und Mädchengesundheitszentrum Medea in Gorbitz in der Harry-Dember-Straße in diesem Jahr mit 111.000 Euro und 115.000 Euro im nächsten Jahr unterstützt werden. Dort werden speziell Asylbewerberinnen bei Fragen zu Schwangerschaft und Mutterschaft, Babypflege oder auch Verhütung beraten, erklärte Grünen-Stadträtin Tina Siebeneicher. „Die Nachfrage ist sehr groß, aber die Finanzierung über Bundes- und Landesmittel nicht gesichert. Deshalb wollen wir, dass die Stadt die Etablierung der Außenstelle in Gorbitz unterstützt.“

Die Stadtratsmehrheit hatte im Doppelhaushalt 2017/2018 ein Sozialpaket in Höhe von zwei Millionen Euro pro Jahr eingestellt, das durch konkrete Projekte erst im laufenden Jahr untersetzt werden soll. Die Mittel für die jetzt geforderten Verbesserungen der Beratung und Integration von Asylbewerbern sollen aus dem Sozialpaket finanziert werden.

Thomas Baumann-Hartwig

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