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Stadtrat soll die Universitätsschule in Dresden absegnen

Schule Stadtrat soll die Universitätsschule in Dresden absegnen

Der Stadtrat soll die letzten Hürden für die Universitätsschule aus dem Weg räumen. Dafür hat Bildungsbürgermeister Hartmut Vorjohann jetzt eilig eine Vorlage auf den Tisch gelegt.

ARCHIV - ILLUSTRATION - Eine Schülerin meldet sich am 20.05.2015 in einem Klassenzimmer im Theodor-Heuss-Gymnasium in Esslingen (Baden-Württemberg) während des Englischunterrichts der Klasse 5e. Foto: Marijan Murat/dpa (zu dpa «Fast jeder fünfte PISA-Schüler versagt schon bei leichten Aufgaben» vom 10.02.2016) +++(c) dpa - Bildfunk+++

Quelle: dpa

Dresden. Der Gründungsprozess für die Universitätsschule biegt auf die Zielgerade: Der Stadtrat soll jetzt die letzten Hürden aus dem Weg räumen. Dafür hat Bildungsbürgermeister Hartmut Vorjohann eine Beschlussvorlage auf den Tisch gelegt. Der Stadtrat soll damit das Konzept der TU Dresden für die „Universitätsschule Dresden“ als „Grundlage für die Einrichtungen und die Durchführung eines Schulversuchs“ gemäß dem sächsischen Schulgesetz „zur Kenntnis“ nehmen. Gleichzeitig wird Oberbürgermeister Dirk Hilbert damit beauftragt, für die Landeshauptstadt Dresden als zukünftiger Schulträger die einvernehmliche Entwicklung des wissenschaftlichen Forschungsvorhabens „Universitätsschule“ gegenüber der Uni als Antragsteller für den Schulversuch zu bestätigen.

Und Hilbert soll mit dem Beschluss noch einen weiteren Auftrag erhalten. Nach Möglichkeit soll er beim Freistaat oder der TU Dresden eine finanzielle Beteiligung am Betrieb der Schule einwerben und die Finanzierung der Universitätsschule durch einen gesonderten Beschluss des Stadtrats sicherstellen.

Am kommenden Dienstag soll sich der Bildungsausschuss mit der Vorlage befassen, beschließen muss sie dann der Stadtrat. Dieser kommt am 25. Januar zu seiner nächsten Sitzung zusammen.

Die Diskussion um den Schulversuch zieht sich bereits einige Zeit hin. Auf Initiative der TU soll in Dresden eine mindestens dreizügige Grundschule und eine mindestens dreizügige Oberschule als Modellversuch entstehen. Die Universität will völlig neue Konzepte für die Bildungsarbeit entwickeln. Laut Konzept wird sie zunächst befristet für 15 Jahre gegründet. Sie soll Schüler aus ganz Dresden aufnehmen. Trotz aller Besonderheiten soll der Anschluss an das Regelschulsystem gewährleistet werden. Eine Bindung an vorgegebene Ferienzeiten soll es nicht geben, Ferien und Urlaube würden im Rahmen eines Zeitkontos beantragt, heißt es im Konzept unter anderem.

Nach dem Willen der rot-grün-roten Stadtratsmehrheit soll die Uni-Schule am Standort der 101. Oberschule an der Pfotenhauerstraße angesiedelt werden. Das ist umstritten. Das sächsische Kultusministerium bewertete das Konzept bereits als grundsätzlich genehmigungsfähig, erwartete jedoch einen Beschluss der Stadt als Schulträger über das Einvernehmen mit der TU. Dann wäre die Aufnahme des Schulbetriebs mit Beginn des Schuljahres 2018/19 möglich.

Mit dem angestrebten Beschluss des Stadtrates erklärt die Landeshauptstadt auch ihre Bereitschaft, die „sächlichen Rahmenbedingungen“ für den Schulversuch zur Verfügung zu stellen. Das betrifft vor allem die zusätzlichen Aufwendungen für die Beschaffung und Bereitstellung von digitalen Lehr- und Lernmitteln sowie die Bereitstellung und Wartung der IT-Infrastruktur. Beide Bereiche lägen auf Grundlage des Konzepts über den Aufwendungen vergleichbarer Regelschulen. Die Höhe des Mehraufwandes lasse sich aufgrund des Planungsstandes noch nicht beziffern.

Von Ingolf Pleil

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