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Stadträte wollen viele Zirkus-Tiere aus Dresden verbannen

Tierschutz Stadträte wollen viele Zirkus-Tiere aus Dresden verbannen

In Dresden soll es bald keine Tierschauen oder Zirkusveranstaltungen mit Elefanten und anderen Großtieren mehr geben. Linke und Grüne wollen mit einem gemeinsamen Antrag im Stadtrat den Tierschutz stärken.

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Elefanten von Zirkus-Unternehmen sollen in Dresden bald der Vergangenheit angehören.

Quelle: Anja Schneider

Dresden. In Dresden soll es bald keine Tierschauen oder Zirkusveranstaltungen mit Elefanten und anderen Großtieren mehr geben. Linke und Grüne wollen mit einem gemeinsamen Antrag im Stadtrat den kommunalen Wildtierschutz stärken.

Demnach „soll zukünftig ausschließlich denjenigen Zirkusbetrieben und Tierschauen die Nutzung kommunaler Flächen ermöglicht werden, welche weder Affen (nicht menschliche Primaten), Elefanten, Großbären, Giraffen, Nashörner und Flusspferde mit sich führen“. Um dieses Ziel zu erreichen, soll der Stadtrat, die notwendigen satzungsrechtlichen und sonstigen Beschlüsse fassen.

Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) wollen die Initiatoren beauftragen, innerhalb von vier Monaten die für die Umsetzung der Pläne nötigen Satzungsänderungen und weitere Regelungen zum Beschluss vorzulegen.

Im vergangenen Jahr war Circus Berolina in Dresden, ab Ende März will es Circus Voyage (31.3. bis 23.4.) sein. Beide haben Elefanten und Giraffen im Programm, die dann in der sächsischen Landeshauptstadt nicht mehr auftreten dürften. Den Zirkus-Unternehmen ist die Diskussion nicht neu. So verweist Voyage auf seiner Internetseite ausdrücklich auf die Anstrengungen für die Tierhaltung wie einem transportablen Wasserbecken für die Flusspferde oder einer mobilen Gehegekonstruktion für die afrikanischen Elefanten, in dem die Dickhäuter rund um die Uhr frei herumlaufen könnten.

Immer wieder landet der Streit über den Tiereinsatz vor Gericht, mit unterschiedlichen Ergebnissen. Eine Vielzahl von Städten in Deutschland will die Schows mit den großen Tieren verbieten.

Dem soll sich Dresden jetzt anschließen. „Eine artgerechte Haltung der Tiere ist in reisenden Zirkussen und Tierschauen augenscheinlich nicht möglich“, heißt es im rot-grünen Antrag. Diese Einschätzung habe der Entschließung des Bundesrates im Jahre 2011 zugrundegelegen. Konkrete Verstöße gegen bestehende tierschutzrechtliche Auflagen und Gesetze habe es auch in Dresden in der Vergangenheit gegeben. Dies betraf unzureichende Beschäftigungsmöglichkeiten, ungeeigneten Untergrund für den Huf- und Klauenabrieb, das Fehlen von Mineralstoffen, Nagematerial und einer Suhle, mangelnde Kennzeichnung der Tiere bis hin zur fehlenden Anzeige des Gastspieles bei der Stadt. Verbotsmaßnahme im Sinne des Tierschutzes seien anderenorts geprüft und für zulässig erklärt worden. Es sei daher geboten, entsprechende Maßnahmen auch in der Landeshauptstadt Dresden zu ergreifen.

Von Ingolf Pleil

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