Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Lokales Stadträte wollen viele Zirkus-Tiere aus Dresden verbannen
Dresden Lokales Stadträte wollen viele Zirkus-Tiere aus Dresden verbannen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:00 14.03.2017
Elefanten von Zirkus-Unternehmen sollen in Dresden bald der Vergangenheit angehören. Quelle: Anja Schneider
Anzeige
Dresden

In Dresden soll es bald keine Tierschauen oder Zirkusveranstaltungen mit Elefanten und anderen Großtieren mehr geben. Linke und Grüne wollen mit einem gemeinsamen Antrag im Stadtrat den kommunalen Wildtierschutz stärken.

Demnach „soll zukünftig ausschließlich denjenigen Zirkusbetrieben und Tierschauen die Nutzung kommunaler Flächen ermöglicht werden, welche weder Affen (nicht menschliche Primaten), Elefanten, Großbären, Giraffen, Nashörner und Flusspferde mit sich führen“. Um dieses Ziel zu erreichen, soll der Stadtrat, die notwendigen satzungsrechtlichen und sonstigen Beschlüsse fassen.

Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) wollen die Initiatoren beauftragen, innerhalb von vier Monaten die für die Umsetzung der Pläne nötigen Satzungsänderungen und weitere Regelungen zum Beschluss vorzulegen.

Im vergangenen Jahr war Circus Berolina in Dresden, ab Ende März will es Circus Voyage (31.3. bis 23.4.) sein. Beide haben Elefanten und Giraffen im Programm, die dann in der sächsischen Landeshauptstadt nicht mehr auftreten dürften. Den Zirkus-Unternehmen ist die Diskussion nicht neu. So verweist Voyage auf seiner Internetseite ausdrücklich auf die Anstrengungen für die Tierhaltung wie einem transportablen Wasserbecken für die Flusspferde oder einer mobilen Gehegekonstruktion für die afrikanischen Elefanten, in dem die Dickhäuter rund um die Uhr frei herumlaufen könnten.

Immer wieder landet der Streit über den Tiereinsatz vor Gericht, mit unterschiedlichen Ergebnissen. Eine Vielzahl von Städten in Deutschland will die Schows mit den großen Tieren verbieten.

Dem soll sich Dresden jetzt anschließen. „Eine artgerechte Haltung der Tiere ist in reisenden Zirkussen und Tierschauen augenscheinlich nicht möglich“, heißt es im rot-grünen Antrag. Diese Einschätzung habe der Entschließung des Bundesrates im Jahre 2011 zugrundegelegen. Konkrete Verstöße gegen bestehende tierschutzrechtliche Auflagen und Gesetze habe es auch in Dresden in der Vergangenheit gegeben. Dies betraf unzureichende Beschäftigungsmöglichkeiten, ungeeigneten Untergrund für den Huf- und Klauenabrieb, das Fehlen von Mineralstoffen, Nagematerial und einer Suhle, mangelnde Kennzeichnung der Tiere bis hin zur fehlenden Anzeige des Gastspieles bei der Stadt. Verbotsmaßnahme im Sinne des Tierschutzes seien anderenorts geprüft und für zulässig erklärt worden. Es sei daher geboten, entsprechende Maßnahmen auch in der Landeshauptstadt Dresden zu ergreifen.

Von Ingolf Pleil

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Pläne der Stadt zu den neuen Gebühren für Sportstätten in Dresden stoßen beim Stadtsportbund auf Zurückhaltung. Für eine genaue Bewertung gebe es bislang noch nicht genügend informationen.

14.03.2017
Lokales Weltenbummler Claus Hausdorf erzählt - Eine Reise durch Nepal

Im Oktober 2015 wurden die Menschen in Nepal von einem verheerenden Erdbeben erschüttert. Weltenbummler Claus Hausdorf machte sich nur fünf Monate später auf den Weg in die Region. Von Kathmandu ging es weiter auf den 6.476 m hohen Berg Mera Peak.

13.03.2017

Ab Mittwoch setzen Bauarbeiter im Auftrag der Stadt den südlichen Gehweg an der Fritz-Reuter-Straße zwischen der Hansastraße und der Großenhainer Straße instand. Voraussichtlich bis 12. Mai werden sie den Gehweg mit einem Betonpflaster befestigen, heißt es aus dem Rathaus.

13.03.2017
Anzeige