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Lokales Stadträte fordern 15 Prozent sozialen Wohnungsbau in der Hafencity
Dresden Lokales Stadträte fordern 15 Prozent sozialen Wohnungsbau in der Hafencity
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07:42 19.10.2017
Gestaltungsplan zum B-Plan 357-B Leipziger Straße/Neustädter Hafen Dresden, Maßstab 1:500; 31. Januar 2017, Rohdecan Architekten GmbH  Quelle: LHD
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Dresden

 Mit 14 Ja-Stimmen und einer Enthaltung stimmten am Mittwochabend die Stadträte im Ausschuss für Stadtentwicklung, Bau, Verkehr und Liegenschaften für die öffentliche Auslegung des Entwurfs zum Bebauungsplan der Hafencity. Das neue Stadtviertel soll zwischen Neustädter Hafen und Leipziger Vorstadt entstehen. Mit der Auslegung ist dann noch einmal Gelegenheit für alle, Bedenken und Anregungen einzubringen. Nach Prüfung und Abwägung derselben steht dann der Satzungsbeschluss über den Bebauungsplan.

Ab Montag werden die Pläne für die sogenannte Hafencity an der Leipziger Straße in Dresden öffentlich ausgestellt. Im Atrium des World Trade Centers sind bis zum 20. Oktober die Ergebnisse des Werkstattverfahrens zu sehen. Wir zeigen die Entwürfe bereits jetzt.

Diskussionslos wurde der Hafencity-Punkt auf der proppenvollen Tagesordnung des Ausschusses aber nicht abgehakt. Johannes Lichdi von den Grünen bemängelte, dass die Vorlage nicht im Umweltausschuss war. Er forderte ein, dass die Verwaltung die Stadträte noch mal genauer informiert, wie genau und wann der Ausgleich des Retentionsraumes für die Elbe, der durch den Bau der Hafencity im Überschwemmungsgebiet verloren geht, im Bereich Übigau erfolgen soll. Zudem fehle seiner Ansicht nach in den Unterlagen eine Visualisierung der Höhenentwicklung in dem Gelände, das aus Hochwasserschutzgründen aufgeschüttet werden soll (DNN berichtete). Schließlich betrage der Höhenunterschied vom Elbufer bis zur Leipziger Straße dann fast zwei Meter.

Eine Vertreterin der Stadtverwaltung erklärte, dass der Höhenunterschied an der Elbseite des Geländes durch Treppenanlagen sowie „hafen- und promenadenaffine Boxen“, wo man zum Beispiel Räder ausleihen und Bratwurst kaufen könne, kompensiert werden soll. Zur Leipziger Straße hin werde der Höhensprung durch den Gebäuden vorgelagerte private Grünflächen optisch gestaltet. Die sie umgebenden Mauern müssten einen gestalterischen Mehrwert bekommen. Am Ende wurde festgelegt, dass den Stadträten eine Visualisierung der Höhenabwicklung zur Verfügung gestellt wird und die Stadt im Umweltausschuss über die geplanten Maßnahmen in Übigau informiert.

Jaqueline Muth von den Linken wollte wissen, ob berücksichtigt wurde, dass eine Wohnbebauung die Bestandsnutzer wie der Club Puschkin und der Alte Schlachthof auf der anderen Seite der Leipziger Straße und der Steinmetz im betreffenden Plangebiet nicht gefährden darf. Die Stadtverwaltung bejahte das und verwies darauf, dass der Bebauungsplan diesbezüglich Anforderungen an den Schallschutz enthalte.

Schließlich forderte Tilo Wirtz von den Linken, dass dem Vorhabenträger der Bau eines 15-prozentigen Anteils von Sozialwohnungen auferlegt wird. Neu war die Forderung im Grunde nicht, sondern 2013 schon im Gespräch. Acht Stadträte stimmten letztlich dafür, sechs dagegen, einer enthielt sich der Stimme.

Im nichtöffentlichen Teil der Bauausschusssitzung wurde den Stadträten dann noch das Ergebnis eines Werkstattverfahrens zur Fassadengestaltung in der Hafencity vorgestellt, das in den vergangenen Wochen durchgeführt wurde. Ziel war, mehrere alternative Fassadenentwürfe entwickeln zu lassen, um eine optimale Lösung zu finden.

Von Catrin Steinbach

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