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Stadt will an ihren Kliniken ein medizinisches Versorgungszentrum gründen

Stadt will an ihren Kliniken ein medizinisches Versorgungszentrum gründen

Dresden möchte für seine Städtischen Krankenhäuser ein Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) gründen. Das erklärte Bürgermeister Detlef Sittel (CDU). "Wir werden hier dabei sein", gab sich Sittel kämpferisch.

"Es wird nicht leicht werden, doch wir wollen eine Organisationsform finden."

Ein MVZ ist ähnlich wie die Polikliniken in der DDR eine Einrichtung zur ambulanten medizinischen Behandlung. Patienten können dort fachübergreifend, schnell und effizient betreut werden. Weil die ambulante Behandlung nur mit wenig Geld vergütet wird, ist es für Krankenhäuser wirtschaftlich wichtig, viele Patienten zu behandeln und stationäre Plätze nicht mit ambulanten Patienten zu blockieren.

Laut dem Gutachten des Instituts für Betriebswirtschaftliche und Arbeitsorientierte Beratung (BAB) werden an den städtischen Krankenhäusern ambulante Operationen bislang "in vielen Fällen ineffizient erbracht". Es existierten lediglich fachbereichsbezogene Insellösungen, ein Gesamtkonzept fehle.

Um die Gründung eines MVZ voranzutreiben, hat die Grünen-Stadtratsfraktion einen Antrag eingereicht. Darin fordert sie, eine rechtliche Lösung zu finden. Denn es gibt ein Problem: Ein MVZ kann laut Gesetz nur in einer privaten Unternehmensform - GmbH, AG, KG, GbR, GmbH & CoKG - gegründet werden. Die Lösung: Das MVZ wird als GmbH-Tochter der Eigenbetriebe gegründet. Ob das möglich ist, sollen Juristen prüfen. "Die Einrichtung eines MVZ ist ein wichtiger Baustein, die Wirtschaftlichkeit zu verbessern", sagte Ulrike Hinz von den Grünen.

Die SPD und die Linke hatten die Gründung eines MVZ bereits im Februar in einem interfraktionellen 10-Punkte-Antrag gefordert. "Die Vorschläge liegen seit Monaten auf dem Tisch und sollen von den Befürwortern einer GmbH-Lösung nicht länger ignoriert werden", sagte Peter Lames (SPD).

Insgesamt bescheinigte das Gutachten den Kliniken gute Chancen. "Die Reform ist zu schaffen, die Verwaltung ist jetzt in der Pflicht", sagte Angela Malberg (CDU). "Das Gutachten hat gezeigt, dass die Probleme im konzeptionellen Rahmen zu lösen sind. Dazu bedarf es keiner GmbH und keiner Absage an die Tarife", sagte Jens Matthis (Die Linke).

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 27.04.2012

Katrin Tominski

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