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Lokales Stadt will altes Schulgebäude kaufen
Dresden Lokales Stadt will altes Schulgebäude kaufen
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09:56 12.07.2016
Die Landeshauptstadt Dresden will das Schulgebäude in der Blasewitzer Straße 60 kaufen. Quelle: Dietrich Flechtner

Die Landeshauptstadt Dresden will das Schulgebäude in der Blasewitzer Straße 60 kaufen. Das schlägt Schulbürgermeister Peter Lames (SPD) jetzt dem Stadtrat vor. Das Gebäude soll für die Berufsvorbereitende Ausbildungsstätte (BALD) der Dresdner Lernförderschulen genutzt werden. In dem zum Verkauf stehenden Schulgebäude ist bisher die AFBB Akademie für berufliche Bildung gGmbH untergebracht, die aber ein neues Schulgebäude am Straßburger Platz bauen lässt und das alte Objekt zum Kauf ausgeschrieben hat. Es soll 2,4 Millionen Euro kosten.

BALD besuchen laut Lames Schülerinnen und Schüler aus den Dresdner Förderschulen. Der Unterricht ist überwiegend praktisch orientiert und erfolgt in Gruppen an einem Schultag pro Woche, an dem die Schüler nicht ihre Stammschule besuchen. Die Mädchen und Jungen werden in Arbeitslehre, Wirtschaft, Technik, Hauswirtschaft sowie in Garten- und Landschaftsbau unterrichtet. Formal ist BALD an die „Schule am Landgraben“ angegliedert.

Im Schuljahr 2015/2016 lernten an der BALD 295 Schülerinnen und Schüler in 44 Gruppen. Die Vermittlung berufs- und lebenspraktischer Kompetenzen sei für die Ausbildungschancen benachteiligter Jugendlicher besonders wichtig, so Lames.

Das bisherige Gebäude von BALD in der Hahnebergstraße an der Budapester Straße befindet sicht laut Lames in einem äußerst mangelhaften baulichen Zustand. Insbesondere der Brandschutz entspreche nicht mehr den Normen. Um alle baurechtlichen Anforderungen zu erfüllen, seien umfangreiche Arbeiten notwendig. Die Stadt will das Gebäude deshalb aufgeben und von ihrem Liegenschaftsamt verwerten lassen. Es ist nach ersten Schätzungen mit einem Erlös in Höhe von 170 000 Euro zu rechnen.

Die Schulverwaltung hat mehrere in Frage kommenden Objekte untersucht. Für die Blasewitzer Straße würden die sehr gute Verkehrsanbindung, eine optimale Raumstruktur und ausreichende statische Verhältnisse sprechen. Problematisch seien lediglich fehlende Freiflächen für die Pausen. Da sich die Jugendlichen aber nur an einem Tag pro Woche in der BALD aufhalten, seien die Einschränkungen vertretbar.

Der vom Verkäufer aufgerufene Preis liegt rund 900 000 Euro über dem vom Gutachterausschuss ermittelten Verkehrswert. „Die Differenz kann aus Sicht der Verwaltung getragen werden“, heißt es in der Vorlage für den Stadtrat. Die Stadt müsste noch einmal rund 2,1 Millionen Euro in das Gebäude investieren, um es für die Nutzung durch die BALD fit zu machen. 2019 könnte BALD laut Vorlage am neuen Standort in Betrieb gehen.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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