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Lokales Stadt will Investor für das Sachsenbad suchen
Dresden Lokales Stadt will Investor für das Sachsenbad suchen
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07:31 06.04.2018
Zeichen des Verfalls: das Sachsenbad. Quelle: Franziska Schmieder
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Dresden

Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Bündnis 90/Die Grünen) und Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch (Die Linke) – das Podium zu einer Diskussion über das Sachsenbad am Montag um 18 Uhr im Rathaus Pieschen ist hochrangig besetzt. Die Stadtratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen lädt dazu ein, Stadtrat Torsten Schulze wird das Positionspapier der Grünen zum Bäderkonzept vorstellen.

CDU-Stadtrat Veit Böhm warnt davor, im Vorfeld und bei der Podiumsdiskussion falsche Erwartungen zu wecken. Die Stadtverwaltung habe eine sehr gute Vorlage erarbeitet und Wege aufgezeigt, wie das Sachsenbad erhalten werden kann. „Nach vielen Jahren des Verfalls liegt nun eine Entwicklungsperspektive für das denkmalgeschützte Gebäude vor.“ Die Stadt könne die Investitionen im zweistelligen Millionenbereich nicht stemmen, erklärte Böhm. „Das sollte allen Beteiligten klar sein.“

In einem Variantenvergleich hatte die Verwaltung eine Nutzung als Gesundheitsbad zur Vorzugsvariante erklärt. Die Investitionskosten würden deutlich über 20 Millionen Euro liegen.Für eine Wiederbelebung als Schwimmbad gibt es weder aus Programmen für die Stadtentwicklung noch für Denkmalschutz Fördermittel.

Nach Bestätigung der Konzeption durch den Stadtrat soll das Sachsenbad im Oktober mit der Immobilienmesse „Expo Real“ mit einer Konzeptausschreibung an einen Investor vergeben werden. Dabei ist vorzugsweise eine Nutzung als Gesundheits- und Schwimmbad geplant. Da es nicht absehbar ist, inwieweit sich Investoren für eine derartige Nutzung finden, sollen auch alternative Nutzungsformen möglich sein. Ziel sei es, den Gremien im Mai 2019 einen Vergabeverschlag vorzulegen, heißt es in den Planungen der Verwaltung. Die Sanierung des Gebäudes könnte dann 2021 beginnen.

„Auch wenn die aktuell in Pieschen geführte Diskussion zu einer ausschließlichen Nutzung als Schwimmbad verständlich ist, ist es gut, dass auch alternative Nutzungsmöglichkeiten am Markt nachgefragt werden sollen. Sonst besteht die große Gefahr, dass trotz eines schönen Konzeptes zur Nutzung als Bad aufgrund von fehlenden Umsetzungsmöglichkeiten das Gebäude weiter verfällt“, erklärte Böhm. Er finde es befremdlich, dass die Grünen ausgerechnet einen Tag vor der Behandlung der Thematik im Ortsbeirat Pieschen eine Podiumsdiskussion anberaumen. In der Projektgruppe für das Sachsenbad hätten alle örtlichen Parteivertreter noch konstruktiv zusammengearbeitet.

SPD-Stadtrat Vincent Drews kann sich der Kritik anschließen, wenn die Erwartung geweckt werde, dass das Sachsenbad nur als Schwimm- oder Gesundheitsbad saniert werden dürfe. „Wir wollen das Gebäude wiederbeleben. Wenn wir einen Investor finden, der in dem Gebäude ein soziokulturelles Zentrum errichten will und dafür die Mittel hat, werden wir ihm nicht die Tür vor der Nase zuschlagen.“

Die SPD habe den Abschluss eines Erbbaupachtvertrages für das Sachsenbad befürwortet, so Drews. „Aber in diesem Fall sind die Risiken für die Stadt einfach zu hoch.“ Deshalb würden die Sozialdemokraten einem Verkauf an einen Investor zustimmen. Der Käufer müsste allerdings die Auflage erteilt bekommen, innerhalb von fünf Jahren mit der Sanierung zu beginnen.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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