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Lokales Wegen Konkurrenz-Veranstaltung: Stadt verschiebt Forum zum Rathausneubau
Dresden Lokales Wegen Konkurrenz-Veranstaltung: Stadt verschiebt Forum zum Rathausneubau
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11:31 26.10.2018
Noch Parkplatz, irgendwann Rathaus: Der Ferdinandplatz. Quelle: Dietrich Flechtner
Dresden

Die Stadtverwaltung lenkt ein: Das für Montag geplante Bürgerforum zum Neubau des Dresdner Verwaltungszentrums auf dem Ferdinandplatz wird auf den 3. Dezember verschoben. Im Bürgerforum sollen die Dresdner in einem frühen Planungsstadium die Gelegenheit erhalten, ihre Vorstellungen und Wünsche zu einem modernen Verwaltungszentrum einzubringen.

Ärgerlich nur, dass die Gesellschaft Historischer Neumarkt Dresden (GHND) bereits seit mehr als einem Monat für Montag zu einer Bürgerveranstaltung „Braucht Dresden Hochhäuser“ einlädt, auf der auch Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Bündnis 90/Die Grünen) auftritt. Dass die Stadt ihr Bürgerforum auch auf den Montag gelegt hatte, hatten Kenner der Materie als „Affront“ bezeichnet.

Heftige Debatte im Bauausschuss erwartet

Nun können alle an Fragen der Baukultur Interessierten beide Veranstaltungen besuchen. Spannend ist der Termin 3. Dezember allemal, denn dann könnte der beschlossene Doppelhaushalt für 2019 und 2020 vorliegen. Der Neubau des Verwaltungszentrums spielt darin eine gewichtige Rolle: 100 Millionen Euro will die Verwaltung in einer Rücklage für das Vorhaben parken. Eine umstrittene Idee, etliche Finanzpolitiker haben schon Vorschläge geäußert, was mit dem Geld alles angestellt werden könnte.

Am 3. Dezember steht außerdem fest, wie der Bebauungsplan Nummer 3027 für den Ferdinandplatz aussehen soll. Der Baubürgermeister hat am Montag seine Vorlage eingereicht, die eine wesentliche Veränderung vorsieht: Der Radweg an der St. Petersburger Straße soll in den Geltungsbereich des Bebauungsplanes aufgenommen werden. So kann die Stadt dort die Sicherheit für die Radfahrer verbessern.

Die Diskussion im Ausschuss für Stadtentwicklung und Bau, der am 28. November den geänderten Bebauungsplan beschließen soll, wird heftig ausfallen. Linke-Bauexperte Tilo Wirtz kündigte erbitterten Widerstand in zwei Punkten an. Zum einen soll die Stadt nicht wie vom Baubürgermeister vorgeschlagen ein kleines Privatgrundstück auf dem Ferdinandplatz zum dreifachen Verkehrswert erwerben. „Das Verwaltungszentrum lässt sich auch ohne diese Fläche bauen. Die Verwaltung muss umplanen“, ist Wirtz überzeugt. Der Linke-Baupolitiker lehnt aber auch den geplanten Hochpunkt ab. „Dieser verstellt von der Südhöhe aus die Sichtachsen auf Rathaus und Frauenkirche. 60 Meter Höhe sind mit uns nicht zu machen.“

Das neue Verwaltungszentrum ist ein Schlüsselprojekt von Personalbürgermeister Peter Lames (SPD) und Schmidt-Lamontain, so dass sich SPD und Grüne der Kritik der Linken nicht in vollem Umfang anschließen dürften. Wie sich die CDU verhält, ist noch offen. Im schlimmsten Fall könnte das Bürgerforum am 3. Dezember ins Wasser fallen, weil es wegen komplett gestrichener Neubaupläne nichts mehr zu besprechen gibt.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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