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Lokales Stadt und Bildungsagentur stehen für Umgang mit Gymnasiumsstandorten in der Kritik
Dresden Lokales Stadt und Bildungsagentur stehen für Umgang mit Gymnasiumsstandorten in der Kritik
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18:50 14.03.2018

"Dresden braucht einen weiteren Gymnasialstandort im Süden", erklärte die bildungspolitische Sprecherin der Grünen, Ulrike Caspary. Der Start für das Gymnasium Prohlis auf der Boxberger Straße war aufgrund niedriger Anmeldezahlen auch in diesem Jahr von der Stadt und der Bildungsagentur abgesagt worden. Es lagen nur zehn Anmeldungen vor, 40 sind mindestens notwendig. Kritiker machen für diese Situation, die im Vorjahr ähnlich war, die Landeshauptstadt und die Bildungsagentur mitverantwortlich. Sie würden sich nicht ausreichend für den Standort einsetzen. Die Sanierung des Schulgebäudes beispielsweise werde nicht konsequent verfolgt. Sie verweisen auf den Start des Gymnasiums Südwest, das trotz zunächst niedriger Anmeldezahlen durch die Umlenkung von Schülern doch starten konnte.

Die Bildungsagentur, die Schulbehörde des Freistaats, verteidigte die Entscheidung gestern erneut. Als das Gymnasium Südwest startete, hätten die Schülerzahlen nicht anders bewältigt werden können. Jetzt sei das anders. Die für die Gymnasien angemeldeten Schüler könnten mit den in Dresden vorhandenen Gymnasien versorgt werden, sagte die Leiterin der Dresdner Regionalstelle der Bildungsagentur, Anja Stephan, auf DNN-Anfrage. Dazu werde das in relativer Nähe zur Boxberger Straße gelegene Vitzthum-Gymnasium nochmals fünfzügig im Herbst in der 5. Klasse starten. Eigentlich sollte dies nur eine Ausnahme sein, mittlerweile sind fast alle Jahrgänge mit fünf Klassen ausgestattet.

Das stößt bei Elternvertretern auf massive Kritik. "Wir sind Dresdens Lückenbüßer", erklärte Annett Grundmann, die sowohl an der Spitze des Kreiselternrats steht als auch zur Elternvertretung am Vitzthum-Gymnasium gehört. Die Eltern wollen der Fünfzügigkeit nur zustimmen, wenn ihnen schriftlich zugesagt wird, dass die Schule ab kommendem Jahr bis zum Abschluss aller Baumaßnahmen nur noch vierzügige Klassenstufen einrichtet. Dies sei von den Behörden zwar zugesagt worden. Die Sache hat aber einen Haken. Im Gegenzug soll das Curie-Gymnasium nächstes Jahr fünfzügig sein. Dafür fehle aber noch die Zustimmung der dortigen Schulkonferenz, erklärte Grundmann. Aufgrund des Wirrwarrs seien die "Eltern massiv verärgert". Wenn das Gymnasium Prohlis besser vorbereitet worden wäre, wären die Probleme vermeidbar gewesen. Bei einem unsanierten Standort, für den es nicht einmal einen Schulleiter gebe, seien niedrige Anmeldezahlen aber kein Wunder. Bei der Stadt und der Bildungsagentur habe es "viel Misswirtschaft gegeben in den letzten Jahren", sagte Grundmann.

So äußerten sich auch die Grünen. Das "Vollstopfen" der Schulen im Dresdner Süden gehe zulasten der Schüler, insbesondere Integrationskinder litten unter Platzmangel und zu vollen Klassen. Offenbar würden Kultusministerium und Bildungsagentur versuchen, "auf Kosten der Dresdner Gymnasiasten ein paar Lehrerstellen einzusparen". Stadtratsbeschlüsse würden missachtet, so die Ortsbeiräte Christin Bahnert (Plauen) und Julia Günther (Prohlis).

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 07.05.2015

Ingolf Pleil

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