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Lokales Stadt schließt Asylbewerber-Hotel
Dresden Lokales Stadt schließt Asylbewerber-Hotel
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15:29 23.04.2018
Dresden schließt das Asylbewerberheim im Tryp-Hotel und spart 740 000 Euro. Quelle: Archiv
Dresden

 Die Zahl der Asylbewerber sinkt. In den ersten vier Monaten dieses Jahres wurden der Landeshauptstadt vom Freistaat Sachsen 230 Asylbewerber zur Unterbringung angekündigt. Im Vorjahreszeitraum musste Dresden noch 362 Asylbewerber aufnehmen, 2016 waren es 1174 Asylbewerber. Das teilte die Verwaltung am Montag mit.

Hat die Stadt wegen der sinkenden Zahlen in den vergangenen Monaten vor allem die Mieterverträge von sogenannten Gewährleistungswohnungen gekündigt, so schließt sie jetzt erstmals seit 2016 wieder ein großes Asylbewerberheim: Die Verwaltung hat den Mietvertrag für das ehemalige Tryp-Hotel in der Fritz-Reuter-Straße fristgerecht gekündigt. Der Vertrag läuft bis zum 16. Dezember dieses Jahres. Das Heim wird aber bereits zum 30. Juni geschlossen.

Zwar muss die Stadt noch Miete bis zum Vertragsende zahlen. Sie spart aber die Kosten für Verwaltung, Wachschutz und soziale Betreuung. Das sind rund 740 000 Euro, so die Verwaltung. Das Hotel hat laut einer Aufstellung des Sozialamtes jährliche Kosten von rund 2,9 Millionen Euro verursacht. Es verfügte über 209 Plätze.

Die Stadt hatte das ehemalige Tryp-Hotel im Dezember 2015 angemietet. Damals befand sich die Flüchtlingskrise auf dem Höhepunkt. Dresden musste mehrere Hundert Personen pro Monat unterbringen und konnte bei der Wahl der Quartiere nicht wählerisch sein. Deshalb mietete die Stadt auch zwei sehr teure Hotels auf der Fritz-Reuter-Straße sowie auf der Strehlener Straße an. Sie schloss mit den Inhabern Dreijahres-Verträge ab. Für das Hotel in der Strehlener Straße mit 354 Plätzen werden sogar 5,3 Millionen Euro pro Jahr fällig.

In der Fritz-Reuter-Straße wohnen gegenwärtig noch 87 Personen. Diese sollen laut Verwaltung entweder in einer Gewährleistungswohnung oder in einem anderen der nun noch 15 städtischen Asylbewerberheime untergebracht werden.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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