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Stadt prüft andere Nutzung für Globus-Grundstück

Nahezu einstimmiger Beschluss im Dresdner Stadtrat Stadt prüft andere Nutzung für Globus-Grundstück

Mit übergroßer Mehrheit beauftragte der Stadtrat die Verwaltung, Nutzungsmöglichkeiten für das Gelände des Alten Leipziger Bahnhofs zu prüfen. Globus will dort einen Markt errichten. Stadtentwickler hoffen auf ein Wohnquartier. Ob das möglich ist, soll die Verwaltung jetzt herausfinden.

Was wird aus dem Areal rund um den Alten Leipziger Bahnhof?

Quelle: Madeleine Arndt

Dresden. Ein nahezu einstimmiger Stadtratsbeschluss zum Gelände des Alten Leipziger Bahnhofs? Eigentlich undenkbar angesichts der verhärteten Fronten zwischen Befürwortern und Gegnern einer Ansiedlung eines Globus-marktes. Am Donnerstagabend waren sich aber – bis auf einzelne Stadträte und die AfD – alle Fraktionen einig, die Stadtverwaltung prüfen zu lassen, was auf dem Gelände nahe am Bahnhof Neustadt denn überhaupt gebaut werden kann.

Die Linken hatten den Prüfauftrag formuliert. „Wir würden es begrüßen, wenn Globus in Dresden investiert“, erklärte Fraktionsvorsitzender André Schollbach, „aber wir wollen, dass die Fläche kleiner ausfällt als geplant und wir wollen Globus nicht am Alten Leipziger Bahnhof.“ Auch Johannes Lichdi (Bündnis 90/Die Grünen) bekräftigte, dass Globus in Dresden willkommen sei, nur nicht am Alten Leipziger Bahnhof. Dennoch haben die Linken einer Aufhebung des Bebauungsplans für den Globus-Markt nicht zugestimmt. „Wir machen nicht den zweiten Schritt vor dem ersten. Wir wollen zuerst wissen, was auf das Gelände soll, wenn Globus nicht kommt“, so Schollbach

Martin Schulte-Wissermann (Piraten/Fraktion Die Linke) hofft auf ein gut durchmischtes Quartier mit Wohnungen, kleinen Gewerbebetrieben und Grünzügen. Doch ist Wohnungsbau auf dem bahnnahen und vermutlich mit Altlasten verseuchten Gelände möglich? Das soll die Stadtverwaltung bis 28. Februar 2018 prüfen – auch FDP/Freie Bürger und CDU stimmten zu. Wobei die FDP erfolgreich forderte, dass die Verwaltung auch einen Kostenvoranschlag vorlegen muss für Lärmschutzmaßnahmen und Altlastensanierung. „Wir wollen nicht nur wissen, ob Wohnungsbau möglich ist, sondern auch, ob es angesichts der Kosten überhaupt realistisch ist, einen Investor zu finden“, erklärte FDP-Fraktionsvorsitzender Holger Zastrow.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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