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Stadt legt Standards für künftige Sozialwohnungen in Dresden fest

Förderung Stadt legt Standards für künftige Sozialwohnungen in Dresden fest

Die Stadt will die Ausstattung für die geplanten Sozialwohnungen in einer Richtlinie festlegen. Gebunden werden damit Investoren, die Fördermittel in Anspruch nehmen wollen und die Stadt selbst.

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Die Richtlinie zur Ausstattung von Sozialwohnungen bindet die Stadt und Investoren.

Quelle: Archiv

Dresden. Die Stadt will die Ausstattung für die geplanten Sozialwohnungen festlegen. Dazu hat die Verwaltung am Freitag den Entwurf einer Richtlinie vorgestellt, über den in Kürze der Stadtrat entscheiden soll. Gebunden werden damit Investoren, die Fördermittel in Anspruch nehmen wollen und die Stadt selbst.

In den nächsten Jahren sollen in Dresden wieder Sozialwohnungen entstehen. Voraussichtlich im März entscheidet der Stadtrat über die Gründung einer städtischen Wohnungsbaugesellschaft. Der Freistaat Sachsen fördert zudem seit Kurzem die Schaffung mietpreis- und belegungsgebundener Mietwohnungen. Die Stadt will in einem ersten Schritt 800 Wohnungen bauen und mit günstigen Mieten anbieten. Dazu sollen ebenfalls die Fördergelder des Freistaats genutzt werden.

„Es ist höchste Zeit, jetzt mit dem sozialen Wohnungsbau in Dresden zu starten“, erklärten Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Grüne) und Sozialbürgermeisterin Kristin Klaudia Kaufmann (Linke) am Freitag gemeinsam. „Die Landeshauptstadt nutzt die Möglichkeit, die Förderrichtlinie des Freistaats durch eine eigene kommunale Richtlinie zu untersetzen“, hieß es weiter. Die Dresdner Richtlinie zur sozialen Mietwohnungsbauförderung zeige Förderziele und Prioritäten auf, präzisiere das Förderverfahren und enthalte bauliche Standards für den sozialen Wohnungsbau in Dresden. „Die preiswerten Wohnungen sollen eine zeitgemäße und bedarfsgerechte Ausstattung bieten und auch von außen ein ansprechendes Bild abgeben. Genau das stellen wir mit diesen Standards sicher“, betonte Kaufmann.

Der Vorschlag der Verwaltung sehe vor, dass alle Wohnungen über einen Balkon oder eine Terrasse sowie ausreichend Abstellflächen verfügen sollen. „Ein wichtiges Thema ist außerdem die Barrierefreiheit“, hieß es. Damit trage die Stadt auch der demografischen Entwicklung und dem hohen Bedarf an bezahlbaren Wohnungen für ältere und behinderte Menschen Rechnung. „Unsere Anforderungen an die Barrierefreiheit haben die Zukunft im Blick und sind mit dem Verband der Körperbehinderten der Stadt Dresden e. V. abgestimmt“, erklärte Kaufmann. So seien ab vier Obergeschossen Aufzüge geplant. „Standard in diesen Gebäuden sind schwellenlose Wohnungen und bodengleiche Duschen, andere bauliche Lösungen sollen zumindest bei Bedarf nachrüstbar sein“, fügte die Sozialbürgermeisterin hinzu.

Die Dresdner Richtlinie zur sozialen Mietwohnungsbauförderung werde in den kommenden Wochen in den Gremien des Stadtrates behandelt. Die Vorlage mit der Nummer V1486/16 soll im April beschlossen werden. Das Stadtplanungsamt informiere Investoren, die sich für die Förderung interessieren, über die Konditionen.

Von Ingolf Pleil

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