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Lokales Stadt eröffnet zentrale Wohnberatungsstelle für Senioren
Dresden Lokales Stadt eröffnet zentrale Wohnberatungsstelle für Senioren
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13:01 16.05.2018
Denkfabrik, Sprachrohr, Wissensvermittler: Wohnberaterin Anne Liedtke in der zentralen Wohnberatungsstelle im Rathaus. Quelle: Anja Schneider
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Dresden

Der Weg in die Badewanne ein unüberwindliches Hindernis? Die Türschwelle eine böse Stolperfalle? Dann müsste umgebaut werden. Doch wer soll das bezahlen? Die Stadtverwaltung hat am Dienstag die zentrale Beratungsstelle für alters- und behindertengerechtes Wohnen eröffnet. Zwei Wohnberaterinnen informieren hier Interessenten, wie eine Wohnung bedarfsgerecht gestaltet werden kann und über welche unterschiedlichen Wohnformen es sich nachzudenken lohnt.

Das Ziel bestehe darin, die Menschen so lange wie möglich in ihrem Wohnumfeld zu belassen, betonte Sozialbürgermeisterin Kris Kaufmann (Die Linke). „Es geht um eine bedarfsgerechte Anpassung der Wohnungen.“ In 28 dezentralen Beratungsstellen für Senioren würden Betroffene auch zum Umbau ihrer Wohnungen beraten. Die zentrale Beratungsstelle sei nun der Versuch, einen Wissensspeicher zu entwickeln. „Sie soll wie ein Kompass dabei helfen, den Überblick zu erhalten und den Weg zur passenden Hilfe zu finden.“

Die dezentralen Beratungsstellen sollten nicht ersetzt, sondern fachlich qualifiziert werden. „Die neue Wohnberatung wird Denkfabrik, Sprachrohr und Wissensvermittler im Interesse der Menschen mit spezifischem Wohnbedarf sein“, erklärte Kaufmann.

Dabei sollen nicht nur Betroffene, sondern vor allem auch Investoren, Bauträger und Vermieter beraten werden. „Wenn ein Haus von vornherein barrierefrei geplant wird, spart das später viele Umbaukosten.“ Breite Türöffnungen, Aufzüge, aber auch pfiffige Lichtkonzepte, die nachts den Weg zur Toilette weisen, könnten schon bei der Projektierung eines Wohngebäudes Eingang in die Baupläne finden.

Beratungsbedarf bestehe insbesondere hinsichtlich der Finanzierung, für die drei Quellen zur Auswahl stehen: Die Stadt hat ein eigenes Programm für den Umbau von Wohnraum aufgelegt, aber auch der Freistaat Sachsen fördert die senioren- und behindertengerechte Umgestaltung von Wohnraum. Schließlich zahlen auch die Pflegekassen bis zu 4000 Euro.

Die Anträge, weiß Wohnberaterin Anne Liedtke, sind teilweise schwer verständlich. Die Betroffenen benötigen beim Ausfüllen Unterstützung. Vielleicht kann ein Leitfaden für alle Beratungsstellen entwickelt werden, wie die Anträge zu lesen und auszufüllen sind. Seit November 2017 bereitet die studierte Kommunalwirtin die Gründung der Wohnberatungsstelle vor. „Ich bin froh, dass es jetzt losgeht.“

Zentrale Wohnberatungsstelle: Rathaus, 3. Etage, Zimmer 031, Beratung nach Terminvereinbarung unter Telefon 4881450 oder E-Mail wohnberatung@dresden.de

Von Thomas Baumann-Hartwig

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