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Lokales Stadt bleibt im Robotron-Gebäude
Dresden Lokales Stadt bleibt im Robotron-Gebäude
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15:34 29.01.2018
Die Stadt darf im Robotron-Gebäude bleiben.  Quelle: Archiv
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Dresden

 Alles bleibt anders: Die Landeshauptstadt Dresden wird nun doch rund 16 000 Quadratmeter Bürofläche im Gebäude Grunaer Straße/St. Petersburger Straße weiter nutzen können. Bis Ende 2025 soll ein neuer Mietvertrag laufen, der jetzt ausgehandelt werden soll. Darauf haben sich Niclas Karoff, Mitglied des Vorstandes der TLG Immobilien, und Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) jetzt in Berlin verständigt. Mit der Zusage spart die Landeshauptstadt etwa 18 Millionen Euro.

Ursprünglich hatte die TLG Immobilien geplant, den im Sommer 2019 auslaufenden Mietvertrag nicht zu verlängern. Das lasse die technische Gesamtsituation des sanierungsbedürftigen früheren Robotron-Gebäudes nicht zu, so das Immobilien-Unternehmen, das bereits verschiedene Varianten wie einen Abriss oder eine Gesamtsanierung geprüft hat.

Problem für die Stadtverwaltung: Ersatzbüros für 650 Mitarbeiter hätten kurzfristig gefunden werden müssen. Erschwerend kommt hinzu, dass das Neue Rathaus weiter saniert werden muss und auch hier bis zu 650 Mitarbeiter ausgelagert werden müssen. Arbeitsplätze für 1300 Personen lassen sich auf dem angespannten Markt für Büroimmobilien in Dresden nicht beschaffen. Deshalb wurde die Rathaussanierung bereits auf das Jahr 2024 verschoben (DNN berichteten).

Die städtischen Mitarbeiter aus dem TLG-Bürogebäude sollten zum einem ins Rathaus und zum anderen in Bürocontainer auf der Cockerwiese und auf einem städtischen Grundstück an der Gasanstaltstraße umziehen. Die Gesamtkosten dieser Lösung hatte Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Bündnis 90/Die Grünen) mit 45 Millionen Euro beziffert. Muss die Stadt keine teuren Container anmieten, sondern lediglich weiter Miete an die TLG zahlen, spart sie rund 18 Millionen Euro.

TLG und Stadtverwaltung haben sich auf ein Eckpunktepapier geeinigt, auf dessen Basis im nächsten Schritt ein neuer Mietvertrag verhandelt und ausgearbeitet werden soll. Sollte es zum Abschluss kommen, gewinnt die Stadt neue Optionen bei der Verwaltungsunterbringung und könnte sogar darüber nachdenken, die Sanierung des Neuen Rathauses vorzuziehen.

Bis 2024 soll außerdem auf dem Ferdinandplatz ein neues Verwaltungszentrum errichtet werden. In diesem Jahr will Schmidt-Lamontain mit der Planungsphase für den Neubau beginnen, 2021 soll Baubeginn für das Gebäude sein. Die Kosten werden rund 162 Millionen Euro betragen und sollen aus Eigenmitteln der Stadt finanziert werden. Für die Rathaussanierung werden Kosten von rund 97 Millionen Euro erwartet.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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