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Lokales Stadt Dresden schlägt Krippenplätze zum Schnäppchenpreis aus
Dresden Lokales Stadt Dresden schlägt Krippenplätze zum Schnäppchenpreis aus
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20:30 09.09.2015

Dies sei kaum verständlich, kritisiert die Elterninitiative "Lernorte für Dresden".

Ausgangspunkt war die Brandschutzsanierung der Kita "Pat's Dahlienheim", die im September begonnen hatte. Das "Unternehmen Kultur" als Betreiber und die Architekten wollten den Umbau nutzen und die Küche in dem U-förmigen DDR-Kitabau an der Straße "Am Dahlienheim" vom Erdgeschoss in das Souterrain verlegen - ähnlich wie zuvor bereits in der nahezu baugleichen Kita an der Hopfgartenstraße geschehen. "Nach meinen Berechnungen hätten wir so 34 neue Krippenplätze schaffen können", berichtete "Unternehmen Kultur"-Chefin Sabine Wesener.

Und gerade Krippenplätze sind - das wissen wohl alle Dresdner Mütter und Väter mit kleinen Kindern - extrem begehrt. Auch "Pat's Dahlienheim", obwohl mit 134 Plätzen keine winzige Kita, ist bis September 2013 voll ausgebucht, wie Wesener sagte. "Eigentlich sogar noch weit darüber hinaus."

Umso eleganter wäre die Lösung gewesen, im Zuge der Brandschutzsanierung, die Ende Mai 2013 abgeschlossen sein soll, gleich noch ein paar mehr Plätze einzurichten. Kosten würde dies etwa 9000 Euro pro Platz - in Summe also reichlich 300 000 Euro extra. Im Vergleich zu normalerweise 15 000 bis 18 000 Euro, die normalerweise ein Neubau-Platz kostet, nahezu ein Schnäppchen.

Vor allem drei Gründe hätten dazu geführt, dass die Kommune als Eigentümer des Objekts gegen diesen Vorschlag gewesen sei, erläuterte Marco Fiedler, der persönliche Referent von Sozialbürgermeister Martin Seidel (parteilos): Die Extra-Summe für die Erweiterung sei für diesen Standort nicht im aktuellen Budget reserviert, auch hätte der Umbau die Brandschutzsanierung - und damit die Wiedereröffnung - der Kita, die derzeit in einem Ausweichquartier an der Junghansstraße residiert, verzögert. "Und drittens steht die vorgeschlagene Erweiterung um 34 auf 167 Plätze nicht im Einklang mit den perspektivisch im Stadtteil Leuben erwarteten Platz-Bedarfen", betonte Fiedler. "Insbesondere die hohe Dichte an großen Einrichtungen in Leuben könnte perspektivisch problematisch werden."

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 16.10.2012

Heiko Weckbrodt

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