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Stadt Dresden klärt jetzt mit Plakaten auf

Rettungsgasse rettet Leben Stadt Dresden klärt jetzt mit Plakaten auf

„Gasse frei für 112“ – mit diesem eingängigen Reim auf 115 Plakaten macht jetzt die Stadt auf das Thema Rettungsgasse aufmerksam. Denn immer wieder müssen sich auch in Dresden Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei mühsam einen Weg durch den Verkehr bahnen, weil keine Gasse für die Retter freigelassen wird. Das kostet Zeit, die denen, die Hilfe brauchen, verloren geht.

Hauptbrandmeister Rainer Jonas und Rettungsassistentin Jadwiga Richter am neuen City Light Plakat.

Quelle: Catrin Steinbach

Dresden. „Gasse frei für 112“ – dieser eingängige Reim findet sich jetzt auf 115 großformatigen Plakaten im Dresdner Stadtgebiet. Mit ihnen will das städtische Amt für Brand- und Katastrophenschutz das Thema Rettungsgasse ins Bewusstsein der Menschen rücken.

Denn immer wieder haben auch in Dresden Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei Probleme, an den Einsatzort zu gelangen, weil Autofahrer bei Stau oder stockendem Verkehr keine Gasse für die Retter frei lassen und diese sich mühsam einen Weg zwischen den Fahrzeugen hindurch bahnen müssen. Das kostet Zeit und im schlimmsten Fall Menschenleben.

„Jede Minute, die die Retter im Verkehr länger benötigen, fehlt denen, die Hilfe brauchen“, bringt es Dresdens Erster Bürgermeister Detlef Sittel auf den Punkt. „Obwohl wir bessere Fahrzeuge haben, die Straßen besser ausgebaut sind, fahren unsere Feuerwehrfahrzeuge mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 34 km/h im Einsatz genauso schnell wie zu DDR-Zeiten“, sagt der Leitende Stadtdirektor Andreas Rümpel, Dresdens oberster Feuerwehrmann. Das liege zum einen an der viel höheren Verkehrsdichte und zum anderen am Fahrverhalten der Verkehrsteilnehmer.

Andreas Rümpel zeigt ein Video, das erklärt, wie man eine Rettungsgasse bildet

Andreas Rümpel zeigt ein Video, das erklärt, wie man eine Rettungsgasse bildet. Zu sehen ist das bei youtube.

Quelle: Catrin Steinbach

Rümpel appelliert an alle, letztlich im eigenen Interesse „rücksichtsvoll und vorausschauend zu fahren, aber auch mutig zu sein“. Schon wenn ein Stau beginne, müsse eine Rettungsgasse gebildet werden. „Man darf als Autofahrer auch langsam und sehr vorsichtig bei Rot auf eine Kreuzung fahren, wenn man nur auf diese Weise Rettungsfahrzeugen Platz machen kann.“ Werde man dabei als Rotsünder geblitzt, habe das keine Konsequenzen für den Fahrer. „Die Situation lässt sich später nachvollziehen“, versichert Rümpel.

Und wie wird nun eine Rettungsgasse gebildet? „Bei zweispurigen Straßen fahren die Autos auf der linken Spur an den linken Rand und die auf der rechten Seite an den rechten Rand. Bei drei- oder mehrspurigen Straßen wird die Rettungsgasse zwischen der linken und allen rechts daneben liegenden Spuren gebildet“, erklärt Andreas Rümpel.

Wann der richtige Zeitpunkt ist, eine Rettungsgasse zu bilden, regelt der seit 14. Dezember 2016 gültige Paragraph 11, Absatz 2 der Straßenverkehrsordnung: „...sobald Fahrzeuge auf Autobahnen sowie auf Außerortsstraßen mit mindestens zwei Fahrstreifen für eine Richtung mit Schrittgeschwindigkeit fahren oder sich die Fahrzeuge im Stillstand befinden“. Und auch wichtig zu wissen: „Stockt der Verkehr, darf trotz Vorfahrt oder grünem Lichtzeichen nicht in die Kreuzung oder Einmündung eingefahren werden, wenn auf ihr gewartet werden müsste.“

Auf youtube gibt es übrigens ein Video, das erklärt, wie und warum man eine Rettungsgasse bildet.

Von Catrin Steinbach

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