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Lokales Stadt Dresden erwägt Konsequenzen wegen Hissen der Regenbogenflagge
Dresden Lokales Stadt Dresden erwägt Konsequenzen wegen Hissen der Regenbogenflagge
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15:05 30.05.2017
Die Regenbogenflagge vorm Rathaus  Quelle: Stephan Lohse
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Dresden

 Die Jusos und die Linksjugend Dresden haben anlässlich des Christopher Street Days (CSD) am Sonnabend eine Regenbogenflagge vor dem Rathaus gehisst (DNN berichteten). Die blieb bis Montagmittag hängen. Wie die Stadtverwaltung mitteilt, könnte das nun Konsequenzen für die Aktivisten haben.

„Die Stadt Dresden wird die Aktion erst einmal prüfen und dann festlegen, ob und welcher Form Schritte eingeleitet werden. Fakt ist aber, dass das Verhalten der politischen Akteure sehr befremdlich ist. Es steht außer Frage, dass die Stadt und der Oberbürgermeister die Intention des CSD unterstützt. So wird der CSD in Dresden seit Jahren gefördert“, sagte Stadtsprecher Kai Schulz.

Wie Schulz mitteilte, sei die Beflaggung des Rathauses ist in erster Linie eine Frage der Gleichbehandlung. „Die beiden politischen Akteure, die jetzt ohne Wissen und Willen der Stadt die Regenbogenflagge gehisst haben, würden wahrscheinlich zu den ersten gehören, die ’harte Konsequenzen’ fordern, wenn gleiches durch Pegida, oder andere, ihnen politisch nicht nahestehenden Gruppen geschehen würde“, erklärte Schulz.

Die Vertreter der politischen Jugendorganisationen regierten mit Unverständnis auf die Ankündigung der Stadt: „Wir stehen voll hinter unserer Aktion und warten jetzt in Ruhe ab, was seitens der Stadt passiert. Dass die Stadtverwaltung jetzt die Regenbogenfahne mit einer Fahne von Pegida gleichsetzt, halten wir für unverschämt und unangemessen. Die Regenbogenfahne steht für Vielfalt und Toleranz - Werte, die in einer Demokratie unerlässlich sind“, sagte Sophie Koch Vorsitzende der Dresdner Jusos.

Christopher Colditz von der Linksjugend verwies darauf, dass Hilbert Amtskollegen in Leipzig und Pirna trotz Verbotes durch die sächsische Flaggenverordnung anlässlich des CSD Regenbogenflaggen hissten.

„Es ist ein Armutszeugnis für den deutschlandweit einzigen liberalen Oberbürgermeister einer Großstadt, der noch vor zwei Jahren auf dem Christopher Street Day zum Wahlkampf sein Konterfei präsentierte, nicht klar Flagge für eine tolerante Stadtgesellschaft zu zeigen“, sagte Colditz.

Von Hauke Heuer

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