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Stadt Dresden erhöht im kommenden Jahr die Müllgebühren und will mehr Trennung

Abgaben Stadt Dresden erhöht im kommenden Jahr die Müllgebühren und will mehr Trennung

Die Stadt Dresden will im kommenden Jahr die Müllgebühren erhöhen und gleichzeitig mehr Anreize zum Vermeiden und Trennen schaffen. Im Schnitt steigen die Gebühren um 5,5 Prozent.


Quelle: dpa-Zentralbild

Dresden. In Dresden sollen im kommenden Jahr die Müllgebühren steigen. Die Stadt will damit auch Anreize zur Müllvermeidung und Trennung verstärken. „Noch immer besteht die Hälfte des Abfalls in Restmülltonnen aus Papier, Kunststoff oder Biostoffen“, erklärte Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen (Grüne) am Donnerstag vor Journalisten in Dresden.

Durchschnittlich sollen die Gebühren um 5,5 Prozent steigen. Die Grundgebühren werden dabei weniger angehoben als die sogenannten Leistungsgebühren für die tatsächlichen Leerungen. Die Abgaben für Bioabfall sowie Grün- und Gehölzschnitt sollen nicht verändert werden, die städtische Blaue Tonne für Papier bleibe weiterhin gebührenfrei. Nach den Beratungen im Finanzausschuss und im Umweltausschuss soll der Stadtrat bis zum Jahresende entscheiden.

Bei einer 80-Liter-Restabfalltonne mit im Schnitt elf Entleerungen im Jahr würde die Gesamtbelastung von 90,93 auf 95,66 Euro steigen. Bei einem 240-Liter-Behälter, wie er an größeren Wohnanlagen häufig zu finden ist, würde die Belastung (durchschnittlich 24 Entleerungen im Jahr) von 332,88 Euro auf 351,60 Euro steigen. Bei Mietern schlagen sich die Kosten in der Nebenkostenabrechnung nieder. Die Stadt sei mit Großvermietern in engem Kontakt, um hier die Müllentsorgung zu optimieren.

Zu den Anreizen zum Trennen gehört auch die Erhöhung der Gebühren für Fremdstoffe in Biotonnen. Bislang gebe es noch zu viele Kunststofftüten und Folien in den braunen Tonnen. Für 80- und 120-Liter-Behälter beispielsweise soll die „Strafgebühr“ von 3,90 auf 6,86 Euro steigen, ein Plus von 2,96 Euro.

Die Gebühren waren seit 2013 stabil. Jetzt müsse auf die Kostenentwicklung reagiert werden. Neben steigenden Personalkosten in den beteiligten Firmen habe die Stadt im Entsorgungsbereich auch viel getan. Bürgermeisterin Jähnigen verwies auf die Vergärungsanlage in Klotzsche zur Biogasproduktion, die Entwicklung des Papierkorbsystems für mehr Sauberkeit in der Stadt, die enge Zusammenarbeit bei Bildungsprojekten mit Schulen und Horten sowie die Erweiterung des Wertstoffhofes an der Grundstraße.

Von Ingolf Pleil

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