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Stadionmiete: CDU und SPD wollen Dynamo entlasten

Workshop für Stadion-Zukunft Stadionmiete: CDU und SPD wollen Dynamo entlasten

Wie weiter mit dem Stadion? CDU und SPD haben klare politische Forderungen: Dynamo Dresden muss bei der Miete entgegengekommen werden. Die SPD fordert außerdem Visionen für das Gesamtgelände. Verfallendes Steinhaus und abgenutzter Kunstrasenplatz seien keine Aushängeschilder.

Nur eine Arena erhalten: das DDV-Stadion.
 

Quelle: imago sportfotodienst

Dresden. Thomas Blümel, Sportpolitiker der SPD-Stadtratsfraktion, hat Visionen für das Gelände des DDV-Stadions gefordert. Ausgeschrieben worden sei 2005 ein moderne Sportarena inclusive Trainingsgelände. Erhalten habe die Stadt aber nur die Arena. Auflagen und bauliche Zwänge hätten dafür gesorgt, so Blümel. Jetzt sei es aber an der Zeit, sich Gedanken über die Gestaltung des gesamten Geländes zu machen. „Das Steinhaus verfällt immer mehr, der Kunstrasenplatz ist verschlissen. Wir brauchen Ideen, was rund um das Stadion entstehen soll.“ Der Sozialdemokrat erinnerte in diesem Zusammenhang daran, dass sich die Geschäftsstelle von Dynamo Dresden in gemieteten Räumen in Seidnitz befindet und nicht am Stadion.

Auf einem Workshop diskutierten am Mittwochabend die Sportpolitiker der Stadtratsfraktionen, Sportbürgermeister Peter Lames (SPD), die Geschäftsführung von Dynamo Dresden, die Stadion Dresden Projektgesellschaft und der Eigenbetrieb Sportstätten über die Zukunft des Stadions. 2019 laufen einzelne Vertragsbestandteile mit der Projektgesellschaft und die Zinsbindung für die Kredite aus. Die Sozialdemokraten hatten sich mehrfach im Stadtrat dafür engagiert, sich auf diese Umstände langfristig vorzubereiten und Änderungen anzustreben. Welcher Natur diese sein könnten, wurde jetzt besprochen.

„Der Knackpunkt ist die Höhe der Miete“, fasste Blümel zusammen. Die Dynamo-Geschäftsführung habe erklärt, insgesamt sechs Millionen Euro pro Jahr dafür aufwenden zu müssen, das Stadion nutzen zu dürfen. „Das ist der Spitzenwert in der 2. Bundesliga und liegt mit 40 Prozent deutlich über dem Durchschnitt“, so Blümel. Dynamo hätte mit der Miete genauso ein wirtschaftliches Problem wie die Stadt: Für die 2. Liga kommt ein Mietzuschuss von 662 000 Euro pro Jahr aus der Stadtkasse. Sollte Dynamo in die 3. Liga absteigen, würden dagegen 2,3 Millionen Euro Zuschuss fällig. „Dieses Geld müssten wir anderen wegnehmen“, erklärte der Sozialdemokrat.

Für Peter Krüger, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU im Stadtrat, sollte die Projektgesellschaft dem Verein entgegenkommen. „Wir werden einer Erweiterung des Stadions nicht zustimmen, wenn Dynamo nicht bessergestellt wird“, kündigte Krüger gegenüber DNN an. Die Projektgesellschaft hatte eine Machbarkeitsstudie vorgestellt, wonach das Stadion auf mehr als 40 000 Plätze ausgebaut werden könnte. Diese Pläne sind für Krüger ein Ansatz, um mit der Gesellschaft ins Gespräch zu kommen. „Jetzt wollen sie etwas von uns.“

2019 laufe die Bindungsfrist für die Restkreditsumme von 33,2 Millionen Euro aus. Bei der Neuverhandlung könnten in der derzeitigen Niedrigzinsphase deutlich verbesserte Konditionen ausgehandelt werden. „Davon muss Dynamo Dresden profitieren“, nannte der CDU-Finanzpolitiker eine weitere politische Forderung. Mit Blümel ist er sich einig, dass die vertragliche Situation für den Verein in mehreren Punkten verbessert werden sollte. „Wir als Fraktion werden das Thema weiter begleiten und beraten jetzt die nächsten Schritte“, kündigte Blümel an.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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