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Staatsoperette Dresden Ende Februar wieder auf großer Bühne

Operette im Zirkuszelt? Staatsoperette Dresden Ende Februar wieder auf großer Bühne

Die Staatsoperette Dresden soll Ende Februar wieder über Bühne und Technik verfügen können. Bis zum 11. Januar sollen abgespeckte Vorstellungen auf der Vorbühne stattfinden. Danach könnte auch ein Zirkuszelt in Frage kommen.

Die Bühne der Staatsoperette – hier war sie noch im Bau.
 

Quelle: picture alliance / Arno Burgi/dp

Dresden.  Die Staatsoperette Dresden soll nach dem verheerenden Wasserschaden vom 18. Oktober Ende Februar wieder uneingeschränkt über Bühne und Technik verfügen können. Diesen Termin nannte am Mittwoch Axel Walther, Geschäftsführer der Kommunale Immobilien Dresden GmbH & Co KG, die die Spielstätte im Kraftwerk Mitte an die Nutzer Staatsoperette und theater junge generation vermietet. Der Zeitplan sehe vor, dass die Operette die bereits wieder hergestellte Vorbühne bis zum 11. Januar nutzt und danach die Arbeiten zur Behebung der Schäden beginnen.

Die Operette soll nach dem 11. Januar Vorstellungen in einem Interimsquartier anbieten, dafür prüft das Kulturamt der Stadtverwaltung nach DNN-Informationen verschiedene Varianten. So wird unter anderem auch die Möglichkeit erwogen, das Zelt des Weihnachtszirkusses als Interimsspielstätte zu nutzen. Entschieden ist aber noch nichts.

Walther lobte die sehr konstruktive Zusammenarbeit mit der Versicherung, die eine schnelle und unkomplizierte Schadensbehebung ermögliche. Bei der Zeitdauer sei aber zu beachten, dass es sich um einen enormen Schaden handele und es für viele zerstörte Geräte oder den Bühnenboden Lieferfristen von mehreren Wochen bis hin zu mehreren Monaten gebe.

Auf dem ehemaligen Gelände des theaters junge generation in Cotta werde gegenwärtig eine Art Reparaturzentrum für elektrische Geräte und Scheinwerfer eingerichtet, die vom Wasser beschädigt, aber nicht zerstört wurden, so Walther. Dabei würden auch neue Verfahren ausprobiert. Im Moment seien die Geräte zum Trocknen und Lüften in Cotta eingelagert. Gemeinsam mit der Versicherung werde in jedem Fall geprüft, ob ein Bauteil neu gekauft werden muss oder repariert werden kann.

Gegenwärtig würden sich die Anlagen der Staatsoperette auf dem Stand vom Juli 2016 befinden, also ein halbes Jahr vor der Eröffnung. Bis zu zehn Firmen seien im Einsatz, um Saal und Anlagen wieder uneingeschränkt nutzbar zu machen. Die Bausubstanz sei wegen des schnellen Eingreifens der Operetten-Mitarbeiter und der Feuerwehr nicht geschädigt worden, schätzte der KID-Geschäftsführer ein. „Zum Glück hat das Wasser nicht lange gestanden und konnten sehr schnell Trockner aufgestellt werden.“

Ob der Schaden für die KID wie befürchtet rund fünf Millionen Euro beträgt, lasse sich noch nicht einschätzen. Die Summe könnte etwas geringer ausfallen, vermutet Walther. Natürlich sei es bitter, dass die neue Bühne nach nicht mal einem Jahr derart schwer geschädigt wurde. „Aber vielleicht haben wir ja jetzt die nächsten 30 Jahre Ruhe“, hofft Walther.

Beim Test der Brandmeldeanlagen war die Bühne der Staatsoperette am 18. Oktober binnen fünf Minuten mit 16 000 Liter Wasser geflutet worden. Es handelte sich um einen Fall von menschlichem Versagen, ein Mitarbeiter der Prüffirma hatte den falschen Knopf gedrückt. Neben der KID hat auch die Staatsoperette selbst einen hohen Schaden zu beklagen. Der Einnahmeausfall wegen der Zwangspause wird mit 380 000 Euro beziffert.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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