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Staatsbetrieb verlegt Sandsteine gegen Obdachlose vor Dresdner Blockhaus

Staatsbetrieb verlegt Sandsteine gegen Obdachlose vor Dresdner Blockhaus

Rund 260 obdachlose Menschen leben laut Stadtverwaltung in Dresden. Manche bewusst, manche aus der Not heraus. Ihre Lebensgeschichten sind mannigfaltig. Was sie eint, ist die Suche nach Obdach.

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Das Blockhaus in Dresden: Hier wurden neben den Treppen Sandsteine auf einer ebenen Fläche verlegt.

Quelle: Dominik Brüggemann

Übergangswohnheime und Nachtcafes bieten den Menschen im Winter Schutz und eine warme Unterkunft. In der wärmeren Jahreszeit verbringen etliche Obdachsuchende die Nächte im Freien.

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Die Sandsteinbalken liegen seit Ende des Jahres dort und sollen die Ordnung und Sicherheit im Eingangsbereich sicherstellen, so der Staatsbetrieb.

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Am Dresdner Blockhaus gegenüber dem Goldenen Reiter bot der Eingangsbereich bis zum Dezember eine witterungsgeschützte Übernachtungsmöglichkeit. Neben der breiten Treppe befanden sich zwei rund zwei Meter lange und ein Meter breite Sandsteinflächen. Steinhart und dennoch vor Wind und Regen geschützt. Mit einem Schlafsack ausgestattet schlief dort regelmäßig ein Obdachloser. Geduldet wurde er nicht lange.

Zwei maßgefertigte Balken aus Sandstein queren jetzt die Fläche. Der zuständige Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) hat die Verlegung nach eigenen Angaben Mitte November veranlasst. „Die Streben wurden angebracht, um Sicherheit und Ordnung der Treppenanlage, die zugleich Eingangsbereich des Blockhauses ist, gewährleisten zu können“, heißt es auf Anfrage von DNN-Online aus der zuständigen Stabstelle.

Im Blockhaus haben die Landesstiftung Natur und Umwelt sowie die Sächsische Akademie der Künste und der Wissenschaften ihren Sitz. „Leider können wir ihnen keine Auskunft darüber geben, weshalb sich neuerdings diese Streben dort befinden“, teilte Nora Stankewitz, Sprecherin der Akademie, auf Anfrage mit. Jegliche Maßnahmen gingen vom SIB aus.

Die Sandsteinblöcke wurden ihren Angaben nach zwischen Weihnachten und Neujahr verlegt. Da das Gebäude unter Denkmalschutz steht, habe man den baulichen Eingriff mit dem Landesamt für Denkmalpflege eigens abgestimmt, so das SIB. Rund 900 Euro hat die Verlegung der Sandsteine gekostet. Der Obdachlose schlief zuletzt unbestätigten Angaben wenige hundert Meter weiter elbabwärts.

Dominik Brüggemann

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