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Splitternackt auf dem Bahnsteig Dresden-Klotzsche

FKK-Anhänger vor Gericht Splitternackt auf dem Bahnsteig Dresden-Klotzsche

Ein älterer Mann steht abends nackt auf dem Bahnsteig in Dresden-Klotzsche. Dass brachte ihm eine Anzeige ein. Wie er all dies vor Gericht zu erklären versucht, lesen Sie hier:

Der 65-Jähriger Angeklagte musste sich wegen exhibitionistischer Handlungen vor dem Amtsgericht verantworten. (Symbolfoto)
 

Quelle: dpa

Dresden.  „Ich habe keine sexuellen Handlungen an mir vorgenommen“, betonte Dietmar K. immer wieder. Das war auch gar nicht angeklagt. Der 65-Jähriger musste sich wegen exhibitionistischer Handlungen vor dem Amtsgericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft warf ihm vor, sich völlig entblößt auf Gleis 3 des Bahnhofs in Klotzsche präsentiert zu haben. Einer Frau, die dort wenige Meter entfernt auf den Zug wartete und die der Angeklagte auch bemerkte, war dies äußert unangenehm. Dietmar K. offenbar nicht, er blieb mindestens zehn Minuten stehen wie Gott ihn schuf.

Er sei früher FKK-Anhänger gewesen und habe an jenem lauen Abend das Bedürfnis verspürt, nackt in der Natur zu sein, erklärte der Angeklagte. „Ich habe mein Auto in der Nähe an der Heide abgestellt und bin nackt durch den Wald gelaufen. Da ich nicht wusste, wie spät es ist, wollte ich dann auf der Bahnsteigsuhr nach der Zeit schauen.“ Er habe erst niemanden gesehen, dann aber die Frau bemerkt und schnell weglaufen wollen. Dummerweise, so der 65-Jährige, habe er sich dabei den Fuß vertreten. „Ich konnte vor Schmerzen nicht laufen und musste stehen bleiben.“

Bei dieser Einlassung stellen sich viele Fragen. Warum ist er bei seinem „Nacktspaziergang“ quasi an seinem Auto vorbei zum Bahnhof gelaufen, um auf die Uhr zu sehen. Das hätte er doch auch in seinem Wagen tun können? Warum ist er direkt auf den Bahnsteig marschiert, um auf die Uhr zu schauen? Die Uhren hängen in einigen Metern Höhe und sind schon von weitem zu sehen. Und seine lange „Präsentationsdauer“ wegen des schmerzenden Fußes – kann man glauben, muss man nicht.

Richter Jochen Meißner glaubte ihm die Geschichte nicht. Da Dietmar K. daran festhielt und nicht bereit war, über eine goldene Brücke zu gehen, die ihm der Richter baute, muss nun die Geschädigte gehört werden. Da sich die Frau derzeit im Ausland aufhält, wurde der Prozess ausgesetzt und muss später neu aufgerollt werden.

Von Monika Löffler

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