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Spektakuläre Bilder aus den Tiefen des Sonnensystems

Wissenschaft Spektakuläre Bilder aus den Tiefen des Sonnensystems

Die Ausstellung „Rosetta – Eine neue Welt“ des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung macht Mitte Februar in der Landeshauptstadt Station.

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Die Rosetta-Ausstellung kommt nach Dresden.

Quelle: Fotos: MPS

Dresden. Rosetta landet in Dresden: Die vom Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung (MPS) initiierte Fotoausstellung „Rosetta – Eine neue Welt“ wird vom 6. bis zum 18. Februar 2017 in der Centrum Galerie zu sehen sein. Das teilte Ausstellungsmanager Tom Fischer vom MPS den DNN jetzt mit. An der Mission war auch die TU Dresden beteiligt.

Den Besuchern soll die Möglichkeit geboten werden, sich auf eine Reise in die Tiefen unseres Sonnensystems zu begeben. Die Wanderausstellung „Rosetta – Eine neue Welt“ zeige auf insgesamt 34 hochauflösenden, großformatigen Fotos des Osiris-Kamerasystems die Highlights der Rosetta Mission. Die Osiris-Kameras wurden von einem Konsortium mit neun Instituten aus fünf europäischen Ländern und von der ESA, unter der Führung des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung (MPS) entwickelt und gebaut. Das Hauptziel von Osiris war die Untersuchung der physikalischen und chemischen Prozesse, die innerhalb, auf der Oberfläche und in der Nähe des Kometenkerns auftreten. Die Ausstellung zur Rosetta Mission ist bereits erfolgreich in Göttingen und in Flensburg gezeigt worden.

Die Mission Rosetta der europäischen Weltraumorganisation ESA soll die Entstehungsgeschichte unseres Sonnensystems erforschen, indem sie einen der ältesten und ursprünglichsten Himmelskörper, einen Kometen, untersucht. Die Mission bestand aus einem Trägersystem (Orbiter) und der Landeeinheit Philae. Die Sonde startete nach ESA-Angaben am 2. März 2004 und benötigte zehn Jahre, um mit dem Schwung einiger Planeten-Passagen 6,4 Milliarden Kilometer zurückzulegen und den Orbit des Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko am 6. August 2014 zu erreichen.

Im November 2014 herrschte auch an der TU Dresden dann große Aufregung: Wissenschaftliche Mitarbeiter der Professur für Hochfrequenztechnik verfolgten am Bildschirm, wie die Landung der Sonde Philae auf dem Kometen verlief. An Bord der rund 100 Kilogramm schweren Landeeinheit befanden sich zehn Instrumente, die bei der Rosetta-Mission verschiedene Aufgaben übernahmen. An einem dieser Instrumente, dem COmet Nucleus Sounding Experiment by Radiowave Transmission (CONSERT), arbeitet auch ein Team um Professor Dirk Plettemeier, Inhaber der Professur für Hochfrequenztechnik, an der Auswertung der Daten. Prof. Plettemeier ist unter anderem auch einer der beteiligten Forscher beim Elektronik-Exzellenzcluster cfaed in Dresden.

CONSERT war laut TU eines der wichtigsten Instrumente der Rosetta-Mission und das einzige mit Komponenten sowohl auf dem Rosetta-Orbiter als auch auf dem Philae-Lander. Von der Landeeinheit aus wurden Mikrowellensignale abgestrahlt, die den Kometenkern durchdringen und von der Rosetta-Sonde aufgefangen werden. Auf diese Weise soll die innere Zusammensetzung des etwa vier Milliarden alten Kometen bestimmt werden. Da Kometen zu den ältesten und ursprünglichsten Himmelskörpern zählen, hoffen die Forscher, die Rätsel um die Entstehungsgeschichte unseres Sonnensystems zu lösen, indem sie mehr über die Beschaffenheit von Kometen erfahren.

Das Deutsche Zentraum für Luft- und Raumfahrt (DLR) betrieb das Lander-Kontrollzentrum, das die schwierige und bisher noch nie gewagte Landung auf einem Kometen am 12. November 2014 vorbereitete und betreut hatte. Nach fast zwei Jahren wissenschaftlicher Datenerhebung auf dem Kometen, wurde die Kommunikationseinheit des Orbiters mit dem Lander Philae am 27. Juli 2016 abgeschaltet. Am 30. September 2016 endete die gesamte Mission Rosetta offiziell erfolgreich mit der geplanten Kollision von Rosetta mit dem Kometen.

Von Ingolf Pleil

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