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11:50 03.05.2017
Die Leitfassaden an der Schloßstraße – es handelt sich um das Fürstliche Haus sowie die Hausnummern 28 und 26 – sowie das Caesarische Haus an der Ecke Sporergasse/Schössergasse werden akribisch rekonstriert. Quelle: Baywobau
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Dresden

Für Berndt Dietze schließt sich der Kreis: Der Geschäftsführer der Dresdner Niederlassung der Baywobau GmbH hat vor 15 Jahren mit dem Bau der Tiefgarage am Neumarkt begonnen und damit den entscheidenden Impuls für den Wiederaufbau des Stadtquartiers gegeben. Jetzt stellte Dietze seine Pläne für das Quartier VII/1 zwischen Schloßstraße, Sporergasse, Schössergasse und Rosmaringasse vor. „Wir haben den kaukasischen Kreidekreis auf unsere Art aufgelöst“, erklärte Dietze, „weil wir uns nicht zwischen einem modernen, eleganten Entwurf und einem mit historischen Elementen entscheiden wollten, haben wir beide verwendet.“

Die Gestaltung des Quartiers VII/1 steht jetzt: Am Mittwoch wurden die Entwürfe präsentiert. Wir zeigen Ihnen, wie es an der Schlossstraße aussehen soll und wie es früher hier aussah!

Die Leitfassaden an der Schloßstraße – es handelt sich um das Fürstliche Haus sowie die Hausnummern 28 und 26 – sowie das Caesarische Haus an der Ecke Sporergasse/Schössergasse werden akribisch rekonstruiert, verspricht der Geschäftsführer. Das Stadtplanungsamt habe extra zwei Kunsthistoriker hinzugezogen, damit die alten Fassaden wiederentstehen können. Für die Rosmaringasse, die es vor der Zerstörung Dresdens 1945 nicht gegeben hat, und die anderen Fassaden habe das Büro Ipro Consult ein Konzept entwickelt, das nicht polariseren und konfrontieren, sondern versöhnen soll, erklärte Dietze.

Die Einfahrt zur Tiefgarage mit 54 Stellplätzen wird an der Ecke Rosmaringasse/Schössergasse entstehen, im Erdgeschoss des Eckgebäudes will Dietze eine Ausstellung einrichten, die an den 13. Februar 1945 erinnert. „Wir wollen dort in Vitrinen Funde aus den archäologischen Grabungen unserer Bauprojekte präsentieren“, erklärte der Geschäftsführer, es habe bei den Grabungen durchaus Überraschungen gegeben. So seien die Archäologen auf verstärkte Betondecken gestoßen, die 1936 eingezogen worden seien. „Obwohl die Nazis immer vom Endsieg geredet haben, haben sie sich schon lange vor Beginn des Zweiten Weltkrieges auf einen Luftkrieg vorbereitet“, schlussfolgert Dietze.

Die Baywobau investiert rund 36,2 Millionen Euro in das Quartier VII/1, in dem 53 Wohnungen, rund 1000 Quadratmeter Wohnfläche und neun Ladeneinheiten entstehen werden. An der Rosmaringasse plant die Baywobau mit einer gastronomischen Nutzung und verhandelt mit drei Interessenten. „Wir freuen uns auch, dass wir kleinflächigen Einzelhandel anbieten können“, so Dietze. Der Bauantrag soll im Juni eingereicht werden, das Unternehmen hofft auf einem Baubeginn im Herbst. Dann könnte das Quartier im vierten Quartal 2019 vollendet werden. Und für Dietze hätte sich der Kreis endgültig geschlossen.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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